Im Falle einer Vergiftung gelten folgende Verhaltensregeln:
- Lassen Sie das Kind Wasser, Tee oder Saft in kleinen Schlücken und Mengen trinken.
- Bei Säuren- und Laugenvergiftungen sollte dies so schnell wie möglich erfolgen. Auf KEINEN Fall Erbrechen auslösen!
- Milch ist kein Gegengift, sondern beschleunigt in vielen Fällen die Giftaufnahme durch den Darm.
- Niemals gewaltsam Erbrechen auslösen! Es besteht die Gefahr, dass Erbrochenes in die Lunge gerät.
- Kein Salzwasser geben, um ein Erbrechen auszulösen.
- Medizinische Kohle sollte nur durch ärztliches Personal verabreicht werden.
Erstmaßnahmen bei Einatmung
- Für frische Luft sorgen, Vorsicht bei geschlossenen Räumen, Silos und Gruben.
- Betroffene Person warm zudecken, ruhig halten.
Erstmaßnahmen bei Augenkontakt
- Besonders bei Verätzungen durch Säuren, Laugen und Kalk: Augen sofort mindestens 10 Minuten unter fließendem Wasser spülen. Augenlider dabei gut offen halten.
- Wasserfluss direkt auf das Auge richten, um noch vorhandene Säure- bzw. Laugenreste so schnell wie möglich zu verdünnen und auszuspülen.
Erstmaßnahmen bei Hautkontakt
- Benetzte Kleider sofort entfernen.
- Betroffene Hautpartien ausgiebig unter fließendem Wasser spülen.
Erste Hilfe bei Bewußtlosigkeit
- Bewusstloses Kind in Seitenlage bringen, Kopf nach unten gewendet.
- Keine Flüssigkeiten einflößen.
- Keinen Brechversuch unternehmen.
- Sofort den Notarzt rufen!
Die Informationszentrale gegen Vergiftungen hat eine Liste mit Pflanzen zusammengestellt, mit der man sich über Pflanzenmerkmale, Symptome und Erste Hilfe-Maßnahmen im Falle einer Vergiftung informieren kann.
Die komplette Liste finden Sie unter http://www.meb.uni-bonn.de/giftzentrale/jahresbericht99-Dateien/typo3/index.php?id=284.
Giftinformationszentren Deutschland
|
Berlin |
Beratungsstelle für Vergiftungserscheinungen |
0 30/19 24 0 |
|
Bonn |
Informationszentrale gegen Vergiftungen des Landes Nordrhein-Westfalen |
02 28/19 24 0 |
|
Erfurt |
Gemeinsames Giftinformationszentrum (GGIZ Erfurt) der Länder Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen |
03 61/73 07 30 |
|
Freiburg |
Vergiftungs-Informations-Zentrale Freiburg (VIZ) |
07 61/19 24 0 |
|
Göttingen |
Giftinformationszentrum-Nord (GIZ-Nord) der Länder Bremen, Hamburg, Niedersachsen und Schleswig-Holstein |
05 51/19 24 0 |
|
Homburg/Saar |
Informations- und Behandlungszentrum für Vergiftungen |
0 68 41/19 24 0 |
|
Mainz |
Giftinformationszentrum der Länder Rheinland-Pfalz und Hessen |
0 61 31/19 24 0 |
|
München |
Giftnotruf München |
0 89/19 24 0 |
|
Nürnberg |
Giftinformationszentrale Nürnberg |
09 11/3 98 24 51 oder |
Giftinformationszentren Österreich und Schweiz
|
Wien/Österreich |
Vergiftungs-Informations-Zentrale, Allgemeines Krankenhaus Wien |
00 43-1/4 06 43 43 |
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Zürich/Schweiz |
Schweizerisches Toxikologisches Informationszentrum |
145 (in der Schweiz) von Deutschland aus: 00 41-44/2 51 51 51 (Notruf), 00 41-44/2 51 66 66 (Infoline) |
Literatur:
- Giftberatung: Pflanzen, 3.neubearbeitete Auflage 2006, Diagnose - Erste Hilfe – Therapie, hrsg. v. Prof. Dr. L.S. Weilemann. Erhältlich bei: GOVI- Verlag, Pharmazeutischer Verlag GmbH, Postfach 5360, 65728 Eschborn, www.govi.de.
- Ein Bildplakat mit Abbildungen der gefährlichsten Pflanzen finden Sie außerdem hier: http://www.erste-hilfe-fuer-kinder.de/giftpflanzenblatt-download-gross.jpg
- Broschüre des Bundesinstituts zur Risikobewertungn „Risiko – Vergiftungsunfälle bei Kindern“:www.bfr.bund.de/cm/238/risiko_vergiftungsunfaelle_bei_kindern.pdf.
Outdoor.de behandelt in einer neuen Serie „Outdoor mit Kindern“, wie die ganze Familie beim Draußensein auf ihre Kosten kommt.
Teil 1: Outdoor mit Kindern: Mit Kind und Kegel outdoor unterwegs
Teil 2: Das Kraxenalter: Tragesysteme für Wanderungen mit Kind und Kegel
Teil 3: Unterwegs mit Kindern im Alter von 3–14 Jahren
Teil 4: Outdoor-Literatur für spannende Erkundungstouren in der Natur
Teil 5: Vergiftungsunfälle bei Kindern
Teil 6: Outdoor-Erste Hilfe bei Kindern







