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Auf zum Gassi-Abenteuer

Mit dem Vierbeiner auf Tour

(27.01.2012 / Sarah Portner) Zusammen mit dem Hund auf Tour gehen – so manch einer würde gerne, traut sich aber nicht. Doch eine gründliche Planung vorab und eine gute Portion Rücksichtnahme machen einen solchen Traumurlaub möglich. Auf zum Gassi Abenteuer.

Wer jetzt schon Reise- oder Tourenpläne für den Sommer schmiedet, ist früh genug dran, um in diese auch seinen vierbeinigen Freund einzubeziehen. Der folgende Überblick zeigt, was es dabei zu beachten gilt:



Rechtzeitig planen

Etwas Zeit müssen sich Hundebesitzer schon nehmen. Denn wer mit seinem Hund verreisen will, kommt um eine gründliche und rechtzeitige Planung nicht herum. Dies gilt besonders für Reisen ins Ausland, denn die Einreisebestimmungen für Tiere unterscheiden sich von Land zu Land mitunter gewaltig, oft werden spezielle Impfungen oder tierärztliche Bescheinigungen verlangt. Informationen zu den verschiedenen Ländern gibt es beispielsweise auf den Internet-Seiten der jeweiligen Botschaften und beim ADAC. Reisen mit Hund.
Auch wenn das Reiseziel in Deutschland liegt, ist es ratsam, sich zu erkundigen, ob Hunde zum Beispiel in einem Nationalpark erlaubt sind oder ob Leinenpflicht gilt. Außerdem sollte man seinen Hund bei Campingplätzen, Hütten und Hotels anmelden.
Besonders, wenn jemand noch kaum Outdoor-Erfahrung mit Hund gesammelt hat, sollte er vorab den Tierarzt zu Rate ziehen. Dieser kann am besten beurteilen, welche Sportarten für verschiedene Hunderassen geeignet sind und wie hoch im Einzelnen die Belastung für einen Hund sein darf. Auch hilfreiche Hinweise zur Zusammenstellung der Reiseapotheke und zu eventuell nötigen Impfungen sind beim Tierarzt zu bekommen.

Alt: Wandern mit Hund.Schon vorher trainieren
Am besten ist es, zunächst auszutesten, welche Sportart zu Hund und Herr gleichermaßen passt. Wenn Herrchen ein begeisterter Paddler ist, muss der Hund diese Leidenschaft noch lange nicht teilen. Trotzdem lassen sich auch ausgefallene Unternehmungen realisieren, wenn man sich die Zeit nimmt, die Tiere langsam an diese heranzuführen.
Wer mit seinem Tier auch anspruchsvollere Wanderungen unternehmen will, tut gut daran, zum Beispiel das Überwinden von Felsstufen vorher zu üben. Denn ein ängstlicher Hund ist ein unsicherer Hund und das kann in schwierigem Gelände gefährlich werden.

Überlegt packen
Eine Reiseapotheke kann in vielen Situationen gute und wichtige Dienste leisten. Hinein gehören auf jeden Fall Zeckenzange, Pinzette und eine Salbe gegen Entzündungen. Weitere Medikamente kommen in Absprache mit dem Tierarzt dazu.
Wer Sport macht, wird schnell hungrig, das gilt für Zweibeiner wie für Vierbeiner. Trockenfutter und Trinkwasser müssen deshalb in ausreichender Menge mitgeschleppt werden. In einem Faltnapf (gibt es im Outdoor-Fachhandel) lässt sich das Essen auch unterwegs auf appetitliche Art und Weise kredenzen. Eventuell ist es ratsam, den Hund schon vor der Tour an das Trockenfutter zu gewöhnen.
Für Übernachtungen im Zelt empfiehlt sich eine eigene Isomatte für den Hund, damit dieser nicht schnell zu seinem Freund in den Schlafsack schlüpft. Auf Paddeltour schützt eine Schaum-Isomatte den Hund außerdem vor einem kalten Bootsboden.
Entspannt anreisen:
Eine Anreise mit dem Auto dürfte für die meisten Hundebesitzer die beste Variante sein, um stressfrei ans Ziel zu kommen, denn so lässt sich selbst bestimmen, wann eine Pause angebracht ist. Gegen Reiseübelkeit können homöopathische Medikamente oder eine Kupferlitze an der Karosserie helfen. Eine Kupferlitze (gibt es im Autofachhandel) verringert die elektrostatische Aufladung.
Bahn- und Flugreisen stellen die Nerven von Hund und Herr mitunter ganz schön auf die Probe. Schließlich kann man, wenn das Tier mal muss, nicht mal schnell anhalten. Auch sonst kann die ungewohnte Situation alle Reisenden belasten. In der Bahn brauchen Hunde eine Kinderkarte, im Flugzeug einen eigenen Platz, wenn sich die Transportbox nicht unter den Sitzen verstauen lässt.

Wanderurlaub mit Hund. Gemeinsam viel erleben
Ist man endlich auf Tour, heißt es aufpassen, dass man seinem Hund nicht zu viel zumutet. Wenn der Hund Tagestouren problemlos meistert, heißt das nicht automatisch, dass er auch eine Woche am Stück mit Spaß bei der Sache ist. Mit ein bisschen Gespür und Umsicht lässt sich fast immer der für beide Seiten passende Rhythmus finden. Und ein paar mehr Pausen tun oft auch dem Menschen ganz gut …
Beim Fahrradfahren wie beim Wandern gilt (sofern keine Leinenpflicht besteht) gleichermaßen, dass der Hund möglichst frei nebenher herlaufen sollte. An der Leine kann ein Hund sein Herrchen schnell aus dem Tritt bringen oder aus dem Sattel ziehen, was oft Stürze und Verletzungen zur Folge hat. Außerdem kann der Hund, wenn er nicht angeleint ist, selbst bestimmen, wie schnell er läuft und wann er eine Pause macht. Das ist gerade auf Radtouren sehr wichtig, denn meistens machen auf diesen selbst ausdauernde Hunde irgendwann schlapp.
Anstrengende Unternehmungen bei großer Hitze sollte man seinem Hund zuliebe vermeiden – denn Hunde schwitzen bekanntlich nicht wie der Mensch am ganzen Körper. Besonders Hunde mit dunklem Fell und langen Haaren leiden in der prallen Mittagssonne sehr. Also im Zweifelsfall lieber erst Siesta halten – und dann bei kühleren Temperaturen ganz entspannt losziehen.

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