3.000er sind anders
Dabei gibt es feine Unterschiede: Viele 3.000er sind eisfrei, d.h. auf normalen Wanderwegen und ohne große Kenntnisse oder sportliche Trainiertheit erreichbar. 4.000er dagegen sind, in den Alpen zumindest, nicht ohne Gletscher zu haben. Dafür braucht es Ausrüstung und Know-How, um nicht in die Spalte zu fliegen. Trotzdem gibt es sie: Leichte 4.000er, die man am langen Wochenende ohne großes Training erreichen kann! Die Ausrüstung und das Know-How (Bergführer…) kann man ja leihen.
Outdoor.de stellt euch zwei Walliser Klassiker vor:
Breithorn, 4.164m
Dank der Seilbahnunterstützung durch die Klein-Matterhornbahn ist das Breithorn als Tagestour machbar. Dies ist beileibe nicht nur eine Frage der Bequemlichkeit, sondern der Höhenanpassung – wenn man 4.000er wirklich an einem Wochenende macht (in der Schweiz absolut üblich!), sollte man so tief wie möglich schlafen, um dann mit möglichst wenig Aufstiegs-Höhenmetern zum Gipfel zu gehen. Dort ist man zwar unzureichend an die Höhe angepasst, aber nur wenige Stunden exponiert. Dies kann zu Kopfschmerzen, aber keinerlei Schädigungen führen, vorausgesetzt, es bleibt bei wenigen Stunden.
Das gilt auch für die zweite Tour.
Allalinhorn, 4.027m
Die Übernachtung in Saas Fee (1.800m) und die Seilbahnfahrt zur Station Mittelallalin (3.457m) sind etwas, aber nur etwas günstiger als die Anreise zum Breithorn. Dafür sind aber auch ca. 560 Höhenmeter auf Steigeisen zurück zu legen. Der Aufstieg ist insgesamt steiler als am Breithorn.
Wer doch etwas Zeit für die Akklimatisation hat, dem sei eine Übernachtung auf der Brittaniahütte wärmstens empfohlen: Nur ca. 30 Minuten von der (Mittel-) Station Felskinn entfernt und doch außerhalb der Zivilisation steht diese gemütliche Hütte des Schweizer Alpenclubs. Der Blick auf Strahlhorn und Rimpfischhorn, die von hier auch als Tagestour machbar sind, macht Lust auf mehr, wenn einen am Allalin das 4.000er-Sammelfieber gepackt hat.