Doch das Avers ist mehr als Skitour. Man spürt, das die Leute wissen was sie an Ihrem Tal haben. Das klingt natürlich arrogant aus dem Mund des Städters. Aber man hätte mehr aus dem Tal machen können. Mehr Touristen. Mehr Pisten. Mehr Geld. Wollten sie aber nicht. Ein paar Touristen in einfachen Unterkünften. Ein kleiner Lift für die Kinder (mit exzellenten Skilehrern, siehe unten). Ansonsten nichts als Ruhe und Schönheit. Postautofahrer, die zum „Murmeltierwatching“ stehen bleiben. Biobauernhöfe, verstreute Ferienhäuser, Minisupermarkt, Postschalter. Fertig.
Und eben der Lift, wo sich an Andis Kiosk mittags alles trifft. Die Langschläfer, menschliche Murmeltiere ohne Fell mit den Frühjahrskibergsteigern mit Fell. Wo alles auf das große Kinderschischulrennen am Ende der Woche hin fiebert – das Event im Tal, bei dem es nur Sieger gibt (auch wenn manch zweiter und dritter Sieger die eine oder andere Träne in die Skibrille vergießt). ![]()
Skitouren sind auch bei hoher Lawinengefahr noch möglich, etwa am Großhorn. Es gibt alle Expositionen und Schwierigkeitsgrade. Da das Postauto regelmässig verkehrt, sind viele Durchquerungen möglich. Man kommt immer irgendwie nach Hause. Außer man bleibt bei Andi am Kiosk hängen. Die Königsrunde: Von Pürt auf den Piz Platta. Abfahrt nach Mulegns im Savognin, Postauto nach Bivio, Liftfahren. Kleiner Aufstieg auf den Staller Sattel Abfahrt nach Juf. Sandwich und Bier bei Andi am Kiosk. 1.500m Aufstieg, 2.300m Abfahrt. Noch Fragen?







