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Wanderungen durch die Stubaier Alpen

Stubaier Höhenweg und WildeWasserWeg

Wandererlebnis im Stubaital Tirol(29.04.2010 / Jennifer Jabilonski) Das Stubaital in Tirol und seine umliegende Bergwelt sind ein Eldorado für Wander-Begeisterte. Insgesamt 850 Kilometer Wanderwege und 50 Almen und Hütten laden dazu ein, die Region der Stubaier Alpen bei gemütlichen Wandertouren, beim Nordic Walking oder auf ambitionierten Höhenwanderungen zu erkunden.
Outdoor.de stellt euch zwei der beliebtesten Wanderwege des Stubaitals vor: Den Stubaier Höhenweg und den WildeWasser Weg.

Alle anderen Wanderwege findet ihr unter www.stubai.at/digital.

Stubaier Höhenweg

Auf dem Stubaier Höhenweg können Urlauber auf einer Rundwanderung durch die Natur- und Hochgebirgslandschaft der Stubaier Alpen streifen. Die beste Zeit hierfür ist von Mitte Juni bis Mitte Oktober. Entlang der 120 Kilometer langen Route erwartet Wanderer ein abwechslungsreiches Landschaftsbild und eine Vielfalt an Flora.

Schwierigkeit

Da der Stubaier Höhenweg ausschließlich durch alpines und hochalpines Gelände verläuft, wurde die Route nach dem Tiroler Wander- und Bergwegekonzept der Tiroler Landesregierung als ein schwarzer Bergweg eingestuft. Aus diesem Grund ist die Tour auf dem Stubaier Höhenweg für Wanderer mit alpiner Erfahrung, und guter körperlicher Verfassung geeignet. Entlang der Strecke sind einige Passagen mit Drahtseilen und Stahlbügeln abgesichert. Trittsicherheit, Schwindelfreiheit und die geeignete Ausrüstung sind erforderlich.

Blühende Almwiesen im Sommer auf der Starkenburger Hütte im Stubaital

Wegetappen

Ausgangspunkt des 120 Kilometer langen Stubaier Höhenwegs ist der Ort Neustift nahe des Stubaier Gletschers. Als Einkehrmöglichkeiten stehen insgesamt acht voll bewirtschaftete Alpenvereinshütten zur Verfügung. Von jeder Hütte ist ein Abstieg ins Tal möglich, von wo Anschluss an die öffentlichen Verkehrsmittel besteht.

Der Stubaier Höhenweg lässt sich in acht Tagesetappen unterteilen:

 

  • Starkenburger Hütte (2229 m) - Franz Senn Hütte (2147 m)

Dauer: ca. 6 Stunden

Auf dieser Etappe haben Wanderer nur wenige Höhenmeter zu bewältigen. Während der gesamten Strecke eröffnet sich Wanderern ein beeindruckendes Panorama des Stubaier Hauptkammes. Obwohl die Route oft durch Almwiesen verläuft, ist Trittsicherheit wichtig.

  • Franz Senn Hütte - Neue Regensburger Hütte (2286 m)

Dauer: ca. 4 Stunden

Bei dieser Route mit dem Übergang Schrimmennieder handelt es sich um eine der kürzesten und leichtesten Abschnitte des Stubaier Höhenwegs. Es empfiehlt sich ein Abstecher auf das Basslerjoch, um dort die Aussicht zu genießen.

  • Neue Regensburger Hütte - Dresdner Hütte (2308 m)

Dauer: ca. 6 Stunden

Nachdem das Hohe Moos, einer mit Wollgras bewachsene Hochebene, passiert wurde, erreichen Wanderer in Grawagrubennieder (2880 Meter) den höchsten Punkt des Stubaier Höhenwegs. Im Folgenden verläuft der Weg mit einem herrlichen Blick auf die Stubaier Gletscherwelt.

  • Dresdner Hütte - Sulzenauhütte (2196 m)

Dauer: ca. 2,5 Stunden

Auf diesem häufig begangenen Steig ist man von den großartigen Ausblicken auf die Eisbrüche des Sulzenauferners überwältigt. Für geübte Wanderer lohnt sich auf dieser Etappe ein Abstecher auf den Trögler (2902 m).

  • Sulzenauhütte - Nürnberger Hütte (2297 m)

Dauer: ca. 3,5 Stunden

Auf dieser Etappe bietet sich Wanderern eine landschaftlich eindrucksvolle Kulisse mit grünen Berghängen, idyllischen Bergseen und schneeweißen Gletschern.

  • Nürnberger Hütte - Bremer Hütte (2413 m)

Dauer: ca. 4 Stunden
Dieser Übergang zeichnet sich durch geologisch interessante Formationen und einen schönen Ausblick auf den Stubaier Hauptkamm aus. Zu empfehlen ist ein Abstecher zu einem kleinen See, in den ein Gletschertor mündet.

  • Bremer Hütte - Innsbrucker Hütte (2369 m)

Dauer: ca. 7 Stunden

Diese Etappe erfordert aufgrund der zu bewältigenden 1.100 Höhenmeter eine gute Kondition. Wanderer werden mit atemberaubenden Natureindrücken belohnt.


Tipp

Mitunter empfiehlt es sich, die Wanderung nicht am eigentlichen Beginn in Neustift zu starten, sondern in der Mitte. Dies ist unproblematisch, da Start- und Ziel-Ort identisch sind – eben Neustift. So lassen sich zu volle Hütten umgehen. Alternativ ist die Einkehr auch auf einer der Stubaier Privathütten (z.B. Elferhütte oder Schlicker Alm) möglich.

Weitere Informationen liefert ein Panorama-Prospekt über den Stubaier Höhenweg mit detaillierter Routenbeschreibung, Ausrüstungs-Check-Liste und Panorama-Karte. Der Prospekt ist auf den Hütten sowie in den Büros des Tourismusverbandes Stubai Tirol erhältlich.

 

WildeWasserWeg

Übersichtskarte des WildeWasserWegs im Tiroler Stubaital. Bildquelle: www.wildewasserweg.at

Ein weiteres Highlight für Wanderer sind der WildeWasserWeg und ein Streifzug durch den dazugehörigen WildeWasser Park. Bei dem WildeWasserWeg handelt es sich um einen neu angelegten Rundwanderweg, von dem derzeit vier Teilstrecken realisiert wurden. Die Route führt Wanderer an eindrucksvolle Plätze des Stubaitals, an denen das Element „Wasser“ mit allen Sinnen erlebt werden kann.

Siehe auch: www.wildewasserweg.at

 

 

 

Schwierigkeit

Die markierte Route verläuft teilweise über hochalpine Steige, weshalb zur Sicherheit der Wanderer neben alpiner Erfahrung, auch Schwindelfreiheit, Trittsicherheit und die entsprechende Ausrüstung mitbringt. Abschnittsweise sind jedoch auch kürzere Wanderungen möglich, deren Startpunkte an der Straße liegen und mit Bus oder Auto erreichbar sind. Diese Strecken sind weniger anspruchsvoll und auch für eine Tour mit Kindern geeignet.

Wegetappen


  • Tschangelair Alm – Sulzenauhütte

Dauer: ca. 3,5 Stunden
Länge: 5,5 Kilometer
Höhenmeter: 803 Meter aufsteigend

Diese Etappe ist landschaftlich durch zahlreiche Lawinengänge und Murbrüche geprägt. Als Highlight gelangen Wanderer zum Grawa-Wasserfall, den breitesten Wasserfall der Ostalpen. Von zwei Aussichtspunkten aus besteht die Möglichkeit, das beeindruckende Naturschauspiel zu beobachten.

  • Sulzenauhütte – Dresdner Hütte

Dauer: 3 Stunden
Länge: 5,3 Kilometer
Höhenmeter: 531 Meter aufsteigend, 425 Meter absteigend

Auf diesem Routenabschnitt gelangen Wanderer zum Moränensee „Blauen Lacke“ und zu einem tosenden Gletscherbach, der seine Wasserführung stündlich verändert. An einer Stelle unterhalb von Fernerstube und dem Sulzenauer Gletscherbruch eröffnet sich zudem die Möglichkeit, alle Gletscherphänomene zu beobachten.

  • Dresdner Hütte – Regensburger Hütte

Dauer: ca. 7 Stunden
Länge: 12,4 Kilometer
Höhenmeter: 1.314 Meter aufsteigend, 1.331 m absteigend

Diese von Gletscherseen, Verlandungen und Mooren geprägte Etappe, vermittelt Wanderern einen Blick auf Naturvorgänge, die oft einen Zeitraum von mehreren tausend Jahren umfassen. Darüber hinaus können Wanderer beim Abstieg vom Mutterberger See, an zwei Feuchtbiotopen die Idylle genießen.

  • Regensburger Hütte – Falbeson

Dauer: ca. 2 Stunden
Länge: 4 Kilometer
Höhenmeter: 1.076 Meter absteigend

Diese letzte Etappe führt in zahlreichen Serpentinen steil hinunter ins Falbesoner Talbecken. Auf halber Höhe des Abstiegs ist ein Abstecher an die leichte Abflachung des zweistufigen Wasserfalls empfehlenswert.

Tipp

Tosende Wasserfälle sind nur eines von vielen Highlight, die Wanderer auf dem WildeWasserWeg im Stubaital erwartet.

Abseits des WildeWasserWeges besteht im WildeWasserPark die Möglichkeit, interessante vom Wasser geprägte Lan

dschaftsräume zu entdecken – die WildeWasserSchauplätze. Hierzu zählen unter anderem die Waldraster Quelle mit ihrem Heilwasser, der Mischbachwasserfall sowie die Schlucht Höllenrachen, die von versierten Kletterern auch begangen werden kann.
Von der Aussichtsplattform am Stubaier Gletscher 3.200 Metern Höhe, eröffnet sich Urlaubern ein beeindruckendes Panorama auf die Tiroler Alpen.

 

 

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