Der Alpenpanorama-Weg endet am Genfer See
Die 25. Etappe des Alpenpanorama-Wegs führt durch die steilen Rebberge des Lavaux, die zum Weltkulturerbe der UNESCO zählen, sowie durch uralte Winzerdörfer wie St.-Saphorin, Rivaz und Epesses. Zwischen Vevey und Lausanne ist dieses Teilstück des Alpenpanorama-Wegs 19 Kilometer lang und die Dauer der Wanderung beträgt je nach Wandergeschwindigkeit zwischen 5 und 6 Stunden. Dabei liegen die Anforderungen an die Kondition liegen im mittleren Bereich. Der Alpenpanorama-Weg in seiner ganzen Länge beginnt in Rorschach am Bodensee und endet nach dem Durchqueren von reizvollen Voralpenregionen am Genfersee. Lausanne ist ein Zwischenstopp auf der gesamten Wanderroute und die zweitgrößte Stadt am Genfersee sowie ein bedeutendes Wirtschafts-, Kultur- und Bildungszentrum. Die Stadt verbindet das Reizvolle eines Ferienorts mit den Vorteilen einer modernen Metropole. Auch der Sitz des Internationalen Olympischen Komitees (IOC) ist hier zu finden. Mit herrlicher Aussicht und gänzlich ohne Steigung kann man vom Lausanner Hafen Ouchy auf der 26. Etappe des Alpenpanorama-Wegs auf einem breiten Uferweg in das reizende Städtchen Morges mit interessanten Museen, einem trutzigen Schloss und dem ehemaligen Kriegshafen der Berner wandern. Die Strecke ist auch mit Kindern leicht zu bewältigen und insgesamt 13 Kilometer lang, die reine Laufzeit beträgt rund 3 Stunden.
Die Via Jacobi im Waadtland
Als Teil des europäischen Jakobswegs führt auch die Via Jacobi dem Alpenfuß entlang vom Bodensee nach Genf durch die Schweiz. Zusammen mit der atemberaubend schönen Kulturlandschaft und den vielen Kapellen und Kirchen auf ihrem Weg bietet sie ein herrliches Wandererlebnis. Auf der 16. Etappe des Jakobswegs kommt man von Moudon bis Lausanne durch den Kanton Waadt. Entlang des Flusses Broye erreicht man in Bressonnaz ein Brückengebiet, wo man sowohl die Broye als auch den Fluss Carrouge überquert. Die 29 Kilometer lange Strecke hat eine Wanderzeit von ca. 8 Stunden in der 740 Höhenmeter zu bewältigen sind. Dabei sind die Anforderungen an die Technik leicht, doch die Kondition ist bei dieser Strecke deutlich gefragt. Ab Lausanne nimmt der Pilgerweg dann den gleichen Verlauf wie der Alpenpanorama-Weg bis Morges, führt dann aber weiter bis Rolle. Diese 17. Etappe der Via Jacobi hat eine Länge von 32 Kilometer. Auch hier sind die Anforderungen an die Kondition hoch und mit einer Wanderzeit von rund 8 Stunden ist diese Tour für eine Wanderung mit Kindern nicht zu empfehlen. Echte Wanderfreunde werden sich dennoch diesen Genuss nicht entgehen lassen und noch lange von einem schönen Erlebnis und vielen neuen Eindrücken schwärmen.
Im Genferseegebiet unterwegs auf dem Frankenweg
Ebenfalls durch den Kanton Waadt führt die vor 2000 Jahren eingerichtete Via Francigena, auch Frankenstraße oder Frankenweg genannt, die alte Fernstraßen bezeichnet, die von Pilgern auf ihrem Weg von Franken nach Rom genutzt wurden. Der alte Pilgerweg führt von Canterbury nach Rom und wurde bereits in den Aufzeichnungen des Erzbischofs Sigerich der Ernste von Canterbury (994) beschrieben. 1994 wurde dieser Weg als Europäische Kulturstraße ausgewiesen. Die Schweizer Etappen 2 – 5 verlaufen durch den Kanton Waadt und damit durch abwechslungsreiche Landschaften, die zu den spektakulärsten auf dem europäischen Pilgerweg gehören. Der bedeutende Weg von Großbritannien nach Rom führt von dabei von Ste-Croix über Yvverdon-les-Bains, Orbe und Cossonay auf unterschiedlichem Höhenniveau zu dem römischen Ort Vidy, dann an den Genfersee und schließlich entlang der friedlichen Venoge bis nach Lausanne. Unterwegs empfiehlt sich ein Halt in der Abtei von Romainmôtier oder bei den römischen Mosaiken von Orbe. Von Lausanne aus windet sich die Via Francigena dann durch die Terrassen des Lavaux, einem UNESCO-Weltkulturerbe, von wo aus man eine fantastische Aussicht über den Genfersee genießen kann, dann führt der Weg weiter über Vevey nach Aigle. Die einzelnen Etappen sind unterschiedlich lang und erfordern eine mittlere, teilweise auch sehr gute Kondition.
Beste Aussichten auf dem Jurahöhenweg
Auch ein großer Teil des Jurahöhenwegs führt durch den Kanton Waadt. Seit 1905 ist er als Fernweg markiert, der in einem nach Nordwesten reichenden Bogen die beiden Schweizer Großstädte Zürich und Genf verbindet. Er führt über die Höhen des Schweizer Jura und endet im Kanton Waadt. Unter den nationalen Fernrouten gilt der Jurahöhenweg als Klassiker, der seinen besonderen Reiz in der herrlichen Fernsicht auf die Alpen, den Schwarzwald und die Vogesen hat. Auch tiefe Grotten, steil aufragende Felsen und stille Seen sind am Wegesrand zu finden. Insgesamt 5 von 15 Etappen liegen im Kanton Waadt. Absoluter Höhepunkt der gesamten Tour über ausgedehntes Weidegebiet bildet die Etappe 13 mit dem Mont Tendre, der höchsten Erhebung im Schweizer Jura. Der Aussichtsberg über das Waadtland und den Genfersee erlaubt bei guter Fernsicht Ausblicke bis zu den Alpen und den Vogesen. Die Teiletappe hat eine Strecke von 20 km, die in 6 Stunden bei mittlerer Kondition zu bewältigen ist.







