Der Adlerweg - Weitwandern mit Tiroler Charakter
Herzstück der Weitwanderwege ist der Adlerweg, welcher auf 280 Kilometern die Region durchquert und Wanderern auf 126 gut ausgeschilderten Tagesrouten die Landesgeschichte und Tiroler Charaktereigenschaften näher bringt. Die Hauptroute des Adlerwegs startet in St. Johann, passiert den Wilden Kaiser, durchquert anschließend die Brandenberger Alpen sowie das Rofan- und Karwendelgebirge und erreicht nach den Lechtaler Alpen St. Anton am Arlberg.
Die zweite Etappe des Adlerwegs ist eine 15,5 Kilometer lange Rundwanderung bis auf 1470 Meter Höhe in der eindrucksvollen Berg- und Almlandschaft des Wilden Kaisers. Startpunkt der Route ist der Ortskern von Ellmau. Von dort orientieren Sie sich nach Norden bis Sie die Unterführung der Bundesstraße erreichen. Nach 50 Metern biegen Sie nach rechts ab und schlagen unmittelbar danach den linken Weg zur Wochenbrunnalm (Wilder Kaiser) ein. Im weiteren Verlauf führt die Route auf asphaltierten Wegen mit gemäßigtem Anstieg über die Golfanlage bis zur Weggabelung 14 „Wanderweg Wochenbrunn“. Nach Überquerung der Brücke wählen Sie de linken Wanderweg und folgen für einen Kilometer dem Verlauf des Baches. Auf der sich anschließenden Asphaltstraße gelangen Sie in Höhe der Mautstelle zum Wochenbrunnalm-Steig auf der linken Seite. Von der Wochenbrunnalm weist Sie die Markierung „Gruttenhütte“ einen steilen Waldweg hinauf. An der Beschilderung „Riedlhütte“ biegen Sie nach links ab und folgen dem Steig westwärts bis Sie einen Wiesenweg erreichen. Von dort aus orientieren Sie sich entlang der Pfeil-Markierung und gehen den Pfad linker Hand weiter bis Sie auf dem Weg Nr. 14 auf den Steig zur „Riedlhütte“ und „Gruttenhütte" treffen. Die Route führt Sie weiter bergauf durch eine Wiese und einen Buchenwald und geht anschließend in den Nr.14a Richtung „Gruttenhütte“ über. In ungefähr 1400 Meter Seehöhe biegen Sie an der Abzweigung „Höhenweg Kaiser Hochalm“/ „Scheffauer“/ „Hintersteiner See“ nach links ein. Sie befinden sich nun auf dem Wilder-Kaiser-Steig, welchem Sie durch ein Waldstück bis zur „Kaiser Hochalm“ folgen. Von dort aus richten Sie sich nach den Wegmarkierungen und beginnen den Abstieg zur Kaiseralm und weiter in Richtung „Scheffau Dorf“. Auf diesem letzten Teilstück der Wanderung passieren Sie den Weiler Schießling und wandern hinter dem Parkplatz linker Hand bis zur Kirche im Zentrum von Scheffau (Markierung 41).
Dort bringen Sie die Transferservices „Postbus“ und „Kaiserjet“ zurück zum Startpunkt Ellmau. Fahrplanauskunft unter www.vvt.at.
Eine eindrucksvolle Wanderung durch den „Tiroler Grand Canyon“
Auf dieser 12 Kilometer langen Route können erfahrene Wanderer entlegene Orte der markanten Kulisse des Vomper Lochs im Karwendelgebirge entdecken. Die Durchquerung der Schlucht inmitten teilweise 1400 Meter emporragender Felswände, stellt an Wanderer hohe Ansprüche in Bezug auf Trittsicherheit und Kondition. An einem schönen Herbsttag ist diese Tour durch den sog. „Tiroler Grand Canyon“ besonders empfehlenswert. Vor Beginn der Wanderung ist es wichtig, sich mit genügend Proviant auszurüsten, da es mit Ausnahme des Gasthofs Karwendelrast am Startpunkt keine Einkehrmöglichkeiten auf dem Weg gibt.
Startpunkt der Wanderung ist der Parkplatz am Vomperberg (Karwendelrast). Von dort folgen Sie zunächst auf dem Forstweg den Wegmarkierungen in Richtung Zwerchloch und Halleranger. Oberhalb des Vomper Baches gelangen Sie auf einem breiten Waldweg bis an einen Quellwasser-Brunnen kurz vor den Stubbachgraben. Auf einem engen Steig führt Sie Ihre Wanderung bergauf bis Sie nach einer Durchquerung des Kühsoachgrabens die unbewirtschaftete Melansalm erreichen. Im weiteren Verlauf der Steilhang-Passage gilt es einige Felsgräben zu überwinden. Danach führt Sie Ihr Weg nach rechts zur Jagthütte im Zwerchloch.
Stuibenfall-Wanderung im Ötztal
Diese Wanderung durch den größten Wasserfalls Tirols (160 Meter) eröffnet herrliche Ausblicke inmitten tosender Wassermassen – in der Zeit von Mitte Mai bis Mitte Oktober mittwochs sogar mit Beleuchtung während der Abendstunden.
An der Kirche in Umhausen beginnen Sie Ihre Wanderung auf der Straße nach Niederthai. Kurz vor dem Wald folgen Sie den Beschilderungen des Wanderwegs Wiesle nach links den Taufenberg hinauf. Auf Ihrem Weg überqueren Sie mehrere Male die Kehren der Landstraße Niederthai und gelangen an der letzten Serpentine an eine Weggabelung. Linker Hand erreichen Sie Niederthai auf der kürzeren Route über den bewaldeten Hügel von Wolfsegg. Bei Wahl der rechten Abzweigung setzten Sie Ihre Wanderung weiter nach in Richtung Wiesle fort. Auf dem Weg haben Sie die Möglichkeit in einer Gaststätte einzukehren und anschließend über den Mauslasattel weiter nach Niederthai zu wandern. Um zum Gasthof Stuibenfall zu gelangen haben Sie erneut die Wahl zwischen zwei Routen: Entweder nehmen Sie den Weg auf der linken Talseite Richtung Höfle, oder Sie wandern entlang der anderen Talseite auf einem abwechslungsreichen Waldweg. Vom Gasthof aus erreichen Sie in nur fünf Minuten die Aussichtsplattform des Stuibenfalls.
Auf Ihrem Rückweg steigen Sie an der rechten Seite des Baches hinab und biegen danach linker Hand zur Quelle des Wasserfalls ein, wo der Horlachbach in zwei Phasen hinabstürzt. Unmittelbar am Wasserfall führt Sie ein gewundener Pfad ins Tal hinunter. Obwohl der Steig äußerst gut gesichert ist, sind (auch für Kinder) Trittsicherheit und gutes Schuhwerk voraus gesetzt. Im weiteren Verlauf halten Sie sich auf dem Forstweg entlang des Horlachbach-Ufers und passieren anschließend auf dem sog. Waalweg ein Waldstück bis zur Jausenstation Stuiböbele. Auf der Forststraße können Sie nach einem 20-minütigen Fußweg auf direktem Wege zum Startpunkt Umhausen zurückkehren. Um diese Wanderung perfekt abzurunden bietet es sich an heißen Tagen an sich im Naturbadesee Umhausen zu erfrischen oder bei einem Besuch im Ötzidorf dem berühmten Steinzeitmenschen auf die Spur gehen.







