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Teleskopstöcke beim Wandern

Teil 1: Einsatzbereich und Anwendung von Teleskopstöcken

(02.06.2010 / Dr. Tobias Bach) Teleskopstöcke sind längenverstellbare Stöcke, die man beim Wandern benutzt, um sein Gleichgewicht zu stabilisieren und die Kniegelenke zu entlasten. Beides kann nur gelingen, wenn man zwei Stöcke benutzt und nicht, wie beim klassischen Wanderstock, nur den einen mit den vielen Wandertrophäen.  


Immer mit Stock über Stein?

Mit Teleskopstöcken beim Wandern können die Kniegelenke deutlich  entlastet werden.Manche Stockjünger benutzen die Stöcke einfach immer, wenn sie draußen per pedes unterwegs sind. Egal ob beim Walken durch den Park oder im hochalpinen Klettersteig. Plötzlich ist einer weg oder kaputt, können sie sich gar nicht mehr bewegen – der Gleichgewichtssinn funktioniert ohne Stöcke nicht mehr! Man ist süchtig. Ein weiterer Nachteil des „Permastöckels“ liegt in der Lärmbelastung. Man stelle sich 8 Stockpaare einer Wandergruppe auf steinigem Boden vor: Da wird man nicht mehr viele Wildtiere beobachten können, wenn man sich so ankündigt. Aus diesen Gründen sollte man den Einsatzbereich etwas eingrenzen. Im Klettersteig liegt der Verzicht noch nahe, da man die Hände braucht. Aber auch im Aufstieg auf ganz normalen Wanderwegen bringen die Stöcke keine Entlastung für die Knie – also ruhig mal zusammenschieben und den Gleichgewichtssinn schulen. Bei längeren Abstiegen dagegen, womöglich noch mit schwerem Gepäck, sollte die Stöcke auch für Leute mit (noch) gesunden Knien eine Selbstverständlichkeit sein.

Die richtige Länge

 Wenn man den Stock am Griff packt und neben sich stellt, sollte das Ellbogengelenk rechtwinklig sein. Damit kann man die meisten Einsatzbereiche abdecken. Beim Verstellen der Länge mit dem dübelartigen SLS-System sollte man darauf achten, sich nicht vorher einzucremen. Klingt logisch – sagen Sie jetzt!

Einsatz an Steilstufen

 Etwas Vertrauen gehört dazu, sich an Steilstufen am gestreckten  Arm auf die Stöcke zu verlassen – die Knie danken es!

Eine 40 Zentimeter hohe Steilstufe im Fels im Abstieg: Das ist die höchste Belastungsspitze, die man sich für sein Kniegelenk nur aussuchen kann. Hier wollen die Stöcke bewusst eingesetzt werden.

Im Abstieg an Steilstufen ist es ergonomischer, den Stock oben am   Knauf zu belasten (anstatt den Griff zu umfassen)

 

 

 

 

Kurz gehaltener Bergstock in der Querung

Einsatz in der Querung

Die Stockschlaufen sind hilfreich, wenn man in der Ebene Gas geben will (sie unterstützen den Vortrieb) oder im Abstieg schnell auf den Knauf umgreifen will. In der steilen Querung jedoch ist der obere Stock, in der Schlaufe am Griff gefasst, viel zu hoch. Der Körper kommt in Schieflage. Ohne Schlaufe fasst man einfach den Stock da, wo es einem passt. Hat dieser dort eine Gummierung, so dass man nicht wegrutscht – umso besser!

 


 

 

 

Im zweiten Teil der Serie "Teleskopstöcke beim Wandern" erhalten Sie auf Outdoor.de Produktinfos zu verschiedenen Stock-Modellen.

Teil 1: Einsatzbereich und Anwendung

Teil 2: Produktinfo

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