Gleich mehrere Regionen stehen dem Wanderer zur Verfügung. Neben dem Pfälzer Wald und dem Nordpfälzer Bergland mit dem markanten Donnersberg, gehören Teile des Hunsrücks mit dem Erbeskopf, Teile der Eifel mit der "Hohen Acht" und Teile des Westerwaldes zu Rheinland-Pfalz. Dies schließt auch so herrlich Wege wie den Moselhöhenweg mit ein. Besonders reizvoll ist auch die Nähe der südlichen Pfalz zu Lothringen (Frankreich). Hier ist der beliebte Sieben-Burgen-Weg bei Alt und Jung und Groß und Klein bekannt. Durch gute Zugverbindungen ist auch das grenzüberschreitende Wandern zum Beispiel von Bad Bergzabern nach Wissembourg eine tolle Attraktion. Wandern hat in der Pfalz eine lange Tradition und die Markierung der Wanderwege ist bestens und auch die Einkehrmöglichkeiten sind gerade im Pfälzer Wald durch die Hütten des Pfälzerwald-Vereins und die Naturfreundehäuser ideal. Auch die Weindörfer mit ihren Straußenwirtschaften sind auf Wanderer eingestellt. Neben vielen örtlichen Wanderwegen, die häufig einem Themenschwerpunkt folgen, gibt es auch einige Fernwanderwege und auch ausgeschilderte Pilgerwege. Wem das Wandern alleine nicht reicht und eine Herausforderung beim Klettern sucht, findet hierzu im Dahner Felsenland Gelegenheit. Rheinland-Pfalz ist von einem kompletten Wandernetz durchzogen. Selbst in den Städten - gleich ob Koblenz, Mainz, Trier oder Kaiserslautern - werden Sie immer wieder Wandermarkierungen finden. Die Gesamtlänge der Wanderwege ist kaum zu erfassen. Als Beispiele seien hier die Westpfalzwege genannt, die zusammen schon auf etwa 1000 km Länge kommen. Der Pilgerweg in der Südpfalz kommt auf etwa 250 km Nord- und Südroute und dies macht nur einen winzigen Bruchteil des Streckennetzes aus. Es ist nicht übertrieben zu behaupten, dass ganz Rheinland-Pfalz ein einziger Wanderweg ist.
Die Ruppertsklamm
Rhein oder Lahn - Westerwald oder Taunus und ein Stück Rheinsteig - hier brauchen Sie sich nicht zu entscheiden, denn hier haben Sie alles auf einmal. An der Mündung der Lahn in den Rhein liegt Lahnstein. Von hieraus können Sie die nördlichen Ausläufer des Taunus und die südlichen Ausläufer des Westerwaldes mit einer Wanderung kennenlernen. Zwei Highlights erwarten Sie hier bei dieser Wanderung in Rheinlandpfalz: die Burg Lahnstein und die Ruppertsklamm. Starten Sie Ihre Tour an der Touristeninformation in Lahnstein. Von hier aus ist der Lahnhöhenweg (mit einem L gekennzeichnet) mit dem Ziel Burg Lahnstein bereits ausgeschildert. Folgen Sie nach einer Besichtigung der Burg einfach weiter dem Lahnhöhenweg bis dieser in den Rheinsteig einmündet. Das markante blau-weiße Logo ist kaum zu verfehlen. Am Campingplatz Wolfsmühle führt Sie ein Steg über die Lahn. Nach einem kurzem Stück Rheinsteig entlang der Straße erreichen Sie den Einstieg zur imposanten Ruppertsklamm. Jetzt sind Trittsicherheit und gutes Schuhwerk gefragt, dennoch ist der Weg auch für Kinder zu bewältigen. Etwa 1,5 km führt die bewaldete Klamm auf schmalen und teils steilen Pfaden entlang großartiger Felsen. Der Weg führt über kleine Brücken und ist an einigen schwierigen Stellen mit Seilen gesichert. Am Ende der Klamm erreicht man eine Schutzhütte, von der viele Wanderwege abgehen (zum Allerheiligenberg, zum Lichterkopf). Immer wieder tun sich atemberaubende Blicke ins Lahntal auf und man sieht die Burgen Lahneck, Schloß Stolzenfels und auch den Allerheiligenberg. Wer die Rundwanderung über die Burg bis hin zum Lichtekopf und wieder zurück nach Lahnstein in Angriff nimmt, muss 16 km und etwa 650 Höhenmeter überwinden. Ein guter Vorgeschmack auf den Rheinsteig, von dem Sie mit dieser Tour schon ein kleines Stück bewältigt haben.
Der Elwetritschewanderweg in der Südwestpfalz in Dahn
Die Elwetritsche sind für den Pfälzer so etwas Ähnliches wie die Wolperdinger für die Bayern - ein Fabelwesen, das einem Vogel gleicht. Und aus diesem Kult heraus entstand ein netter Rundwanderweg, der auch für Familien gut geeignet ist und auch für größere Gruppen, bei denen es bekanntlich etwas langsamer vorangeht. Der Weg beginnt im Kurpark bei Dahn. Hier können Sie gleich einpaar typische Elwetritsche als Statuen bewundern. Der Rundweg führt Sie in 10 km vorbei an einer "Elwetritsche Einflugsschneiße" oder einem "Elwetritsche Nistplatz". Das Dahner-Felsenland bezeichnet sich zu Recht als ein Eldorado für Wanderer und Kletterer. Drachenfels und Schillerfels sind nur zwei imposante Einzelfelsen. Die Touristeninformation des kleinen Kurortes hält zudem 11 Wandervorschläge für Kinderwagen-Touren für Sie bereit.
Der Donnersberg im Nordpfälzer Bergland
Über die A63 von Mainz oder Kaiserlautern kommend erreicht man recht zügig den Donnersberg, der zwischen Rockenhausen und Kirchheimbolanden markant in der Ebene liegt. Mit 687 m ist er der höchste Berg der Pfalz und überragt seine Umgebung um etwa 300 m. Schon von weitem ist er daher sichtbar. Es ist ein ehemaliger Vulkan mit bewegter Geschichte. Nicht nur, dass hier vor Jahren Überreste von Meerestieren gefunden wurden, die daran erinnern, dass das Meer einst bis tief in den Süden Deutschlands reichte, nein auch Keltenwalle sind heute noch zu sehen und Überreste einer Keltensiedlung. Man kann bis auf den Gipfel des Berges fahren und von dort aus wunderschöne Rundwege (teilweise auch für Kinderwagen geeignet) erwandern. Starten Sie direkt vom Parkplatz aus eine informative Keltentour. Der Weg ist mit einem markanten, grünen, keltischen Symbol ausgeschildert. Der Weg führt Sie auf einer Länge von etwa 5,4 m und leicht zu bewältigenden 130 Höhenmetern, vorbei am 2000 Jahre alten Ringwall. Planen Sie ein wenig Zeit ein, um die Informationstafeln zu studieren. Dannenfels ein kleiner Ort am Fuße des Donnersbergs gelegen, verfügt ebenfalls über ein ausreichendes Parkplatzangebot für Touristen. Von hier aus können Sie auch den gut ausgeschilderten, schnellen und steilen Anstieg wagen. Etwas gemütlicher geht es auf dem gut ausgeschilderten Rundweg Nummer 4 vorbei am Adlerhorst bergan. Oben angekommen erwarten Sie gleich zwei Einkehrmöglichkeiten (beide direkt am Hauptparkplatz) und eine beeindruckende Aussicht, die Sie am besten vom "Dom" (ausgeschildert- 20 Gehminuten von Parkplatz entfernt) genießen können. Die Wege sind hervorragend markiert und vom Ludwigsturm (ausgeschildert - 10 Minuten Gehweg vom Parkplatz) aus können Sie noch ein wenig mehr von der Umgebung sehen. Anschließend empfiehlt sich eine Besichtigung im Donnersberghaus in Dannenfels.








