Piz Palü (3.900m) von der Diavolezza (2.973m)
Der aufmerksame Leser wird es gleich gemerkt haben: Der Piz Palü ist gar kein 4000er! Aber ein wahnsinnig schöner und ebenso berühmter Fast-4000er. Also wollen wir mal nicht kleinlich sein. In der Bergstation der Diavolezzabahn gibt es eine gut geführte Unterkunft, für die die Bezeichnung „Hütte“ etwas deplaziert wirkt. Es entspricht eher einem Berghotel mit perfektem Preis-Leistungsverhältnis und einem ebensolchen Blick auf den Palü.
Zur Akklimatisation sollte man jedoch nicht mit der Bahn hinauf fahren, sondern von der Station Morteratsch des Berninaexpress über den Morteratschgletscher hinauf laufen. Man geht sich nicht nur ein, man erfährt auch viel über den Gletscher (Gletscherlehrpfad) und kann am aperen (schneefreien) unteren Teil des Gletschers das Gehen mit Steigeisen einüben.
Gipfelsturm zum Piz Palü
Nach der Übernachtung und dem Frühstück mit echtem Maschinenkaffee (!) wird der Piz Trovat links liegen gelassen und es geht über den Persgletscher (wo es nicht steiler als ca. 30° wird) in meist guter Spur zum Skidepot auf gut 3.700m. Ab hier sollte der Aspirant das Prädikat „schwindelfrei“ besitzen, denn nun stapfen wir steil hinauf auf den recht schmalen Gipfelgrat, wo die Bergführer ihre Gäste ans Sprungseil nehmen. Am Gipfel angelangt, ist jedoch wieder jede Menge Platz für Foto und Brotzeit.
Weissmies (4.017m) von der neuen Hohsasshütte (3.101m)
Die Tour beginnt mit dem flachen Becken des Triftgletschers, der Mittelteil des Aufstiegs ist jedoch recht steil (bis ca. 35°), oben flacht es im Aufstieg zum breiten Gipfelplateau dann wieder ab. Auch hier wird die mühsame Schneestapferei mit einem fantastischen Rundblick (Matterhorn und Co. in gefühlter Steinwurfentfernung) belohnt. Wie sollte es auch anders sein auf einem 4.000er…
… damit keine Regressforderungen kommen sei hinzu gefügt: …nur dann, wenn das Wetter mitspielt!
Zwei andere 4.000er für Alle findet ihr hier: 4.000er für Alle I







