Follow OutdoorDe on Twitter Outdoor.de bei Facebook Discover Outdoor

Outdoor mit dem Fahrrad

Fitness ohne Altersbeschränkung

(08.10.2009) Neben dem Schwimmen zählt das Fahrrad fahren zu den Sportarten, die man schon als kleines Kind, aber auch noch als älterer Mensch ausüben kann. Je nach Ambition und Fitness kann man gemütlich mit dem Hollandfahrrad auf den Nordseeinseln radeln, entlang von Flüssen wie dem Rhein, der Donau oder dem Lech relativ eben und entspannt Fahrradtouren machen oder mit dem Mountainbike herausfordernde Downhill- oder Bergstrecken bewältigen.

Man kann auch mit dem Rennrad über die Alpen fahren oder im Urlaub Bergpässe absolvieren. Wer dies schon einmal gemacht hat, weiß wie anstrengend das ist. Dennoch ist das Gefühl unbeschreiblich und einzigartig, wenn man dann oben auf dem Pass oder Gipfel steht und hinabschaut. Ähnlich wie dem Bergsteiger oder dem Kletterer ergeht es dann dem Radler. Ausgepumpt, aber voll mit frischer Luft und glücksbringendem Serotonin stellt sich ein Glücksgefühl ein, das nach Wiederholung verlangt.

Die Natur entschädigt uns sofort für jede Anstrengung. Der Duft nach Blüten oder Blättern, feuchter Erde, die Sonne, die Bäume und die Landschaft regen Körper, Geist und Seele an. Kein Wunder, dass Outdoor zum Inbegriff für Erholung, Spaß und Sport an der frischen Luft geworden ist. Doch man muss nicht gleich die Berge hochfahren, wenn man in den Genuss davon kommen möchte. Ein Tagesausflug mit dem Fahrrad an den nächsten Baggersee, eine kleine Fahrradtour entlang eines Flusses oder auf einer Insel erfüllen den gleichen Zweck. Wichtig ist nicht, wie viel man schafft, sondern dass es Spaß macht. Es geht bei Outdoor Sport weniger um die Leistung als um individuelle Erholung und Ausgleich.

Was man zum Fahrrad fahren braucht

Lassen Sie sich nicht nur vom sportlichen Aussehen eines Fahrrads zum Kauf verleiten. Am besten, Sie lassen sich in einem Fachgeschäft beraten oder aber informieren sich selbst vorab im Internet. Das A und O eines guten Fahrrads ist neben einem stabilen Rahmen und einer hochwertigen Mehrgangschaltung auch ein bequemer Sattel. Preiswerte Räder vom Discounter erfüllen manchmal nicht alle Sicherheitsbestimmungen. In Tests kamen bereits Gabelbrüche und Materialermüdungen zu Tage, die bei Qualitäts-Fahrrädern so nicht vorkommen. Die Sicherheit ist daher ein wichtiger Aspekt, der nicht vernachlässigt werden sollte.

Die Ausrüstung

Wer zu einer Fahrradtour aufbricht, sollte unbedingt Werkzeug, eine Luftpumpe und gegebenenfalls auch einen Ersatzschlauch mit sich führen. Eine Trinkflasche mit Wasser oder ein Rucksack mit speziellem Trinkschlauch sorgen dafür, dass man bei schweißtreibenden Touren genug Flüssigkeit bekommt. Eine Regenjacke und Ersatzhose, Obst oder ein Müsliriegel sind in einer seitlich angebrachten Radtasche oder einem Radrucksack gut untergebracht und leisten unterwegs je nach Wetterlage und Streckenlänge gute Dienste.

Die Kleidung – Funktionstrikot und Radschuhe
Natürlich kann man in Jeans und T-Shirt Fahrrad fahren. Wer nur einen kleinen Ausflug bis zum nächsten Badesee macht, muss deshalb nicht spezielle Radbekleidung anschaffen. Wer aber längere Strecken fährt oder auch mal sportliche Touren in hohem Tempo absolviert, weiß Funktionskleidung zu schätzen. Sie führt Schweiß und Wärme schnell nach außen ab, so dass der Rücken und die Nieren trocken und warm bleiben. Das ist nicht nur angenehm, sondern schützt auch vor Auskühlung und Erkältungen.

Spezielle Fahrradschuhe mit Klicks rasten in die Pedale ein und ermöglichen so einen runderen Tritt. Man drückt das Pedal beim Fahren nicht nur nach unten, sondern zieht es auch wieder hoch. In unwegsamem Gelände oder auf viel befahrenen Fahrradwegen jedoch sollte man achtgeben. Hier muss man häufig schnell aus den Pedalen kommen, um anzuhalten oder abzustoppen. Erfahrene Radler wählen daher häufig Pedale, die auf der einen Seite eine Klickvorrichtung, auf der anderen Seite aber eine normale Bärentatze haben.

Der Fahrradhelm – absolutes Muss
Auch wenn man immer mehr Kinder mit Fahrradhelm sieht, so fällt doch gleichzeitig auf, dass die Begleiter oder Eltern immer noch oft ohne Helm fahren. Wie schnell aber gerade der Kopf bei Fahrradunfällen in Mitleidenschaft gezogen wird, zeigen die Unfallstatistiken. Die modernen, leichten Helme sind luftig und kühl. Man spürt sie kaum. Es gibt also keinen Grund mehr, ohne Helm zu radeln. Auch beim gemütlichen Rad fahren erreicht man nämlich bereits Geschwindigkeiten von 15 bis 25 km / h. Wer dann stürzt, verletzt sich schnell schwer. Sicherheit sollte daher beim Fahrrad fahren immer vorgehen. Genau so, wie Sie sich im Auto anschnallen, sollten Sie auch für kurze Strecken immer einen Fahrradhelm tragen.

Tragen Sie keinen Helm, kann das für Sie oder Ihr Kind auch juristische Konsequenzen haben. Bei einem Unfall tragen Sie dann nämlich immer eine Mitschuld. Das kann dazu führen, dass Ihre Versicherung den Schaden nicht oder zumindest nur zum Teil übernimmt.

Welches Fahrrad für wen?
Wer sein Fahrrad als gemütliches Transportmittel von A nach B versteht, benötigt lediglich ein Citybike. Dieses ermöglicht eine bequeme Fahrweise durch einen höheren Lenker und hat in der Regel auch weniger Gänge. Wer kleine Fahrradtouren unternimmt, ist mit einem so genannten Trekkingbike besser bedient. Es ist leichter und hat mehr Gänge. Damit lassen sich Steigungen und Hügel leichter überwinden.

Wer sein Fahrrad als Trainingsgerät benutzt, benötigt ein Rennrad für die Straße oder ein Mountainbike für Querfeldeinwege. Mountainbikes unterscheiden sich von anderen Rädern durch ihre Federung. Sie haben vorne eine Federgabel, die in unwegsamem Gelände dämpft. Diese Mountainbikes nennt man Hardtails, da sie hinten ungefedert sind. Hochwertige Mountainbikes mit einer Federung vorne und hinten werden als Fullys bezeichnet.

Relativ neu sind E-Bikes, die mit Hilfe eines Motors, der zugeschaltet werden kann, das Treten in hügeligem Gelände unterstützen.

Themenspecial

Outdoor.de Newsletter

Nachname*:
Vorname*:
E-Mail*:

Für Fragen zu Nutzung und Schutz Ihrer Daten klicken Sie bitte hier: Datenschutz