Die Seen Route
Der Kanton Luzern mit der gleichnamigen Stadt Luzern liegt am Vierwaldstätter See und ist Ausgangspunkt für die See-Route. Sie hat eine Gesamtlänge von 497 km und namensgebend sind die vielen Seen an entlang der Route. Insgesamt liegen 16 Seen auf der Strecke, an denen die Tour vorbei führt. Die Strecke verfügt über unterschiedliche Steigungen und Gefälle, sodass die Tour durchaus als anspruchsvoll bezeichnet werden kann.
Der Start ist in Vevey und führt zunächst für 45 Kilometer über die alte Käsestraße nach Gruyères. Die Stadt liegt hoch auf einem Hügel und beeindruckt durch ihren mittelalterlichen Charme. Der Radfahrer wird auf seiner Tour von Kuhglockengebimmel begleitet, denn in diesem Teil der Schweiz ist die Hochproduktion von Schweizer Käse.
Von Gruyères geht es weiter nach Boltigen. Die Fahrt geht an den Ufern des Thuner- und Brienzersees weiter und dem Radfahrer wird ein gigantischer Ausblick auf die Berner Alpen geboten. Von Boltigen aus ist das nächste Ziel Meiringen. Auf dieser Strecke wird dem einen oder anderen Biker, der nicht so sportlich ist, die Auffahrt über den Brünigpass mit der Seilbahn vornehmen. Alle anderen wird zwar zunächst sportlich etwas abverlangt, aber die Entschädigung kommt bei der anschließenden fantastischen Abfahrt. Die Ausblicke auf den wunderschönen Lugernssee und den Sarnersee sind grandios. Die nächste Stadt ist Luzern. Hier sollte schon eine längere Rast erfolgen, um all die Schönheiten Luzerns zu bewundern. Historisch interessant ist dieser Teil, weil vor Jahrhunderten die Schweizer hier ein habsburgisches Heer in die Flucht schlug. Vorbei an wunderbaren Bergmassiven gelangt man nach Rapperswil am See, ein weiterer Höhepunkt auf der Route. Von hier aus wird aus der ansonsten sehr alpinen Radtour eine Zeit lang eine ebene Strecke, welche in Sargans ins Rheintal mündet. Die Fahrt führt nun am Rhein entlang bis zum Bodensee, wo das Tourenende ist.
![]()
Vierwaldstädter See
Die Radtour um den Vierwaldstädter See kann man eher als eine kurze Strecke bezeichnen, denn mit 67,0 Kilometern Länge ist sie relativ kurz. Hier beeindruckt vor allen das glasklare Wasser des Vierwaldstädter Sees. Umgeben von einem Alpenpanorama, das bilderbuchgleich ist. Start ist wiederum Luzern, nicht ohne die Altstadt besichtigt zu haben. Entlang des nördlichen Ufers gelangt der Fahrer nach Küssnacht. Jeder der Schillers „Tell“ gelesen hat, wird sich hier wieder in der Handlung des Romans wiederfinden. Wer noch Zeit hat, sollte unbedingt die mächtige Kirche „St. Peter und Paul“ besichtigen. Über Greppen gelangt man nach Weggis. Entlang der Strecke finden sich viele Prachtvillen mit bezaubernden Grundstücken. Bergab geht es anschließend zum See. Der Duft der Zypressen, der die Fahrt begleitet, lässt bei jedem sehr schnell ein mediterranes Feeling aufkommen. Hier sollte jeder selbst entscheiden, welche Sehenswürdigkeiten auf dem Weg noch besichtigt werden sollten. Hinter Beckenried kann die Kunst vieler Segelflieger und Gleitschirmflieger bewundert werden, die hier ihr Eldorado haben. Nach vielen Steigungen und Gefällen endet die Radtour wieder in Luzern. Hier sollte sich jeder für die Anstrengungen der Tour mit einem Birnenweggen, einem Lebkuchen oder Luzerner Chügelipastete verwöhnen.
Fahrrad-Tour Jakobsweg/ Luzernerweg I
Die Fahrradroute Jakobsweg/Luzernerweg ist ca. 76 Kilometer lang mit einer max. Höhe von 846 m.ü.M.. Gestartet wird in Luzern, um an der Flanke des Sonnebergs die Stadt in Richtung Kriens zu verlassen. Zwischen Sonneberg und Blatterberg führt die Tour ins breite Tal der Kleinen Emme und geht von hier aus weiter zum Kloster Werthenstein. Als Nächstes führt die Route über Geiss und Wüschiswil nach Willisau. Ein Besuch im Verkehrshaus von Willisau beeindruckt mit Sicherheit jeden Technikbegeisterten. Für jeden Geschichtsinteressierten sind die Sehenswürdigkeiten von Burgdorf ein Muß. Ob es die alte Stadtkirche aus dem 15. Jahrhundert ist, oder die vielen alten Zunfthäuser. Besichtigt man im Anschluss daran, noch das Kornhaus aus dem 18.Jahrhundert sowie das Zähringerschloß, aus dem 10. Jahrhundert, dann haben sich bleibende Geschichtserinnerungen verewigt. Wem jetzt nach einer Belohnung für die sportliche Anstrengung ist, der hat die Auswahl zwischen gutbürgerlichen kulinarischen Spezialitäten.
Wer dann noch Zeit und Ausdauer hat und erst richtig auf den Geschmack gekommen ist, nimmt einfach die Anschlussroute Gantrisch/Freiburg in Angriff. Die Streckenlänge beträgt 90 km und dauert ca. 7.00 Stunden. Gestartet wird in Amsoldingen. Die Tour führt in weitem Bogen über das Gantrisch-Massiv über Freiburg nach Romont und orientiert sich entlang der Flüsse Gürbe, Schwarzwasser, Sense und Sanne vor Freiburg. Auf ihrem Weg passieren Radfahrer die Abtei „La Fille Dieu“, bei der es sich um ein Zisterzienserinnenkloster aus den Jahren 1268/69 handelt. All diejenigen, die das Bedürfnis nach inneren Einkehr und Meditation verspüren, haben hier genau den richtigen Ort gefunden, um von allem Weltlichen abzuschalten. Abschließend ist festzustellen, dass die Route an insgesamt 16 Seen vorbei kommt. Die Landschaft wechselt ständig zwischen kleineren und größeren Steigungen. Festzustellen ist weiterhin, dass die Route konditionell relativ anspruchsvoll ist und sich daher nicht für einen sportlichen Anfänger eignet.







