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Fahrradland Nummer Eins

Nordrhein-Westfalen wird seinem Ruf gerecht

(07.10.2009) Das Land Nordrhein-Westfalen zeichnet sich durch ein landesweites Radverkehrsnetz aus. Es gibt flächendeckend fahrradfreundliche Wege mit einem einheitlichen Wegweisungssystem. Dieses Wegweisungssystem gibt es in allen Städten und Gemeinden. Es ist so ausgelegt, dass es einerseits den täglichen Bedarf abdeckt, das heißt, Fahrten zur Arbeit oder zum Einkaufen, andererseits wurde das Netz um überregionale Routen erweitert, um so auch die Interessen von Freizeitfahrern abzudecken.

In den letzten Jahren wurde mehr als eine Million Euro für den Bau von rund 8.000 km neuer Fahrradwege ausgegeben, um Nordrhein-Westfalen weiterhin als Fahrradland Nummer Eins zu etablieren. Insgesamt umfasst das Radverkehrsnetz nun 13.800 km mit 72.500 Schildern. Regelmäßig werden Schilder in Städten und Gemeinden mit Hilfe des Landes ergänzt, um die Einheitlichkeit des Verkehrsnetzes weiterhin zu gewährleisten.

Mit dem Fahrrad Nordrhein-Westfalen entdecken

Sollen die regionalen Schönheiten erkundet werden, ist die Route rund um Nümbrecht zu empfehlen. Sie ist besonders für Familien geeignet, da die 13 km lange Strecke kann auch von den Kleinsten gefahren werden, denn es gibt nur einen kleinen Höhenunterschied, den es zu überwinden gilt. Von Nümbrecht im Bergischen Land geht es über das kleine Städtchen Bruch nach Grötzenberg, Drinsahl, Wirtenbeach, Ödinghausen und anschließend wieder nach Nümbrecht. Während der Tour können überall Pausen eingelegt werden, die dann auf den schönen Kinderspielplätzen und Minigolfanlagen verbracht werden können. Unbedingt abgefahren werden sollte auch der Kurpark in Nümbrecht mit Aussichtsturm und allerlei Sehenswürdigkeiten für die ganze Familie.

Ein Fahrrad, zwei Räder und zwei Länder

Wer die Nähe von Nordrhein-Westfalen zu den Niederlanden nutzen möchte, dem ist die Zwei-Länder-Route zwischen Aachen und Nijmengen zu empfehlen. Auch diese Route ist für Familien geeignet, denn neben dem Mix aus Spaß und Kultur bietet die Strecke vor allem eine gute Jugendherbergs-Infrastruktur. 270 km umfasst die Strecke und lässt sich locker in mehreren Tagesetappen bewältigen. Da es viele Zugverbindungen und Parkplätze gibt, stellt auch die Planung kein Problem dar. Die Zwei-Länder-Route, die von Fachmännern die "2LR" genannt wird, macht sowohl Natur- als auch Kulturliebhaber glücklich. Besonders reizvoll ist, dass die Route mehrfach über die deutsch-niederländische Grenze führt. Neben schönen Wäldern und Naturschutzgebieten hat die Strecke vor allem historischen Sehenswürdigkeiten zu bieten. Sehr interessant für Jung und Alt ist die alte Römerstadt Xanten mit dem sehenswerten archäologischen Park.

Mit dem Fahrrad vom Wald zum Wellness

Themenrouten werden immer beliebter, weil die thematischen Leitmotive solcher Strecken für viele Radfans den besonderen Reiz ausmachen. Die Kombination aus Entspannung und Bewegung bietet die Wellness-Radroute Teutoburger Wald. Auf dem Rundkurs der Route gibt es rund 30 Orte, in denen es sich die Radler nach der Anstrengung richtig gut gehen lassen können. Bad Salzuflen, Bad Oeynhausen, Bad Driburg - das alles sind bekannte Kurorte und Heilbäder, in denen man die Seele baumeln lassen kann. Das ist auch nötig, weil die ein oder andere Steigung auf dem Weg zwischen den Städten liegt. Doch auf den insgesamt 534 km gibt es auch genug flache Strecken, in denen man die geruhsame Natur des Teutoburger Waldes bewundern kann. Es gilt, die vielen kleineren Orte zu erkunden. Bad Salzuflen zum Beispiel hat eine wunderschöne Altstadt zu bieten. Sehenswert sind auf jeden Fall auch die Gradierwerke. Dort können Sie einmal so richtig durchatmen und die salzhaltige Luft genießen. Die lange Strecke ist übrigens kein Grund, sich abschrecken zu lassen, denn es gibt genug Querverbindungen, um sie abzukürzen.

Alpenüberquerer in spe finden im Sauerland die richtige Strecke

Die Bike-Arena Sauerland bietet seit 2009 eine Rundtour an, die die höchsten Berge des Sauerlands miteinander verbindet. Die sportliche ambitionierten Mountainbiker können sich unter dem Motto "Zwölf-Achthunderter" auf die 96 km lange Strecke begeben. Über 800 Meter sind die Gipfel des Sauerlands hoch. Wer diese Route geschafft hat, der wird zum angehenden Alpenüberquerer. Der härteste Brocken der ganzen Fahrt ist der Langenberg, der mit 843 Metern der höchste Berg ganz Nordrhein-Westfalens ist. Wer sich die Alpenpässe als Ziel vorgenommen hat, für den ist der "Zwölf-Achthunderter" genau die richtige Trainingsstrecke.

Dank des flächendeckenden Verkehrsnetzes lässt sich Nordrhein-Westfalen gut mit dem Rad erkunden und entdecken. Die Strecken sind vielfältig, was die Landschaften und die Schwierigkeitsgrade angeht. Gemütlich Radeln oder Mountainbiken - Nordrhein-Westfalens Radwege haben bieten jedem das Passende. Das Ministerium für Bauen und Verkehr bietet auf einer eigenen Internetseite einen Radtourenplaner an, mit dem man seine Routen individuell planen kann.


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