Tour Schleswigholstein: Der Wikinger- Friesen- Weg
Auf einer Länge von 167 km bzw. 177 km können Naturbegeisterte, seit 2007, quer durch Schleswig- Holstein radeln. Insgesamt zwei Routen führen von St. Peter- Ording (Nordsee) bis nach Maasholm (Ostsee) und versprechen auf ihrem Weg eine landschaftliche Vielfalt, die eine Augenweide für jeden Naturliebhaber ist. Die Strecke führt über Jahrtausende von Wikinger und Friesen gestaltete Kulturlandschaften, die faszinierende Entdeckungen auf ihrem Weg versprechen.
Radler können auf einem Großteil der Route zwischen einer Nord- und einer Südroute wählen.
Die Route ist durchgehend beschildert und das dazugehörige Logo ist ein Wikingerschiff. Ein besonderes Highlight der Tour sind die Infotafeln. An vielen Stationen des Themenradweges haben Radler die Möglichkeit ein wenig über die Geschichte der Region zu erfahren. Die Strecke ist einfach zu befahren und ist von daher für Anfänger und ebenfalls für Familien mit Kindern bedacht.
Der 300 Kilometer gut ausgeschilderte Weg beginnt am Ufer der Schlei in Maasholm und dann geht es weiter nach Kappeln bis in die Stadt Schleswig. Die Stadt im Norden Schleswig- Holsteins bietet beeindruckende Sehenswürdigkeiten wie z. B der Schleswiger Dom St. Petri. Weiter führt die Route durch die Flusslandschaften der Eider und Treene bis zur Friedrichsstadt. Die Stadt gehört zum Kreis Nordfriesland in Schleswig- Holstein und ist ein bekannter Luftkurort. Dann geht es nach Tönning und auf die Halbinsel Eiderstedt. Die Tourismus dominierende Halbinsel ist ca. 30 Kilometer lang und 15 Kilometer breit.
12 Etappen, 430 km- Ostseeküsten- Radweg
Ein weiteres Highlight ist der Ostseeküsten- Radweg. 430 Kilometern dauert die Strecke von der dänischen Grenze bis nach Lübeck- Travemünde. Durchgehend hat die Route eine einheitliche Beschilderung und glänzt mit dem dazugehörigen blauen Logo. Insgesamt 12 Etappen führen durch das Küsten- und Hinterland der Ostsee. Die Tour startet in Glücksburg (dänische Grenze bei Flensburg). Die 19 Kilometer lange Etappe führt dann nach Kappeln. Es liegt nahe der Schleimündung. Naturfreunde sollten unbedingt einen Abstecher entlang der Schlei machen. Von Kappeln geht es weiter nach Eckernförde und dann nach Kiel. Die Landeshauptstadt glänzt nicht mit seinen imposanten Hafen. Eine Vielfalt an Sehenswürdigkeiten versprechen einen erlebnisreichen Zwischenstop in der Stadt. Von der größten Stadt Schleswig- Holsteins geht es schließlich 56 Kilometer lang nach Hohwacht und dann nach Großenbrode. Die überwiegend asphaltierte Strecke führt dann nach Puttgarden. Insgesamt 45 km dauert diese Etappe. Puttgarden ist ein Ort im Norden der Insel Fehrmann. Von da aus führt die Route erneut nach Großenbrode und weiter nach Grömitz. Grömitz ist ein Ostseebad und liegt auf der Halbinsel Wagrien. Nach dieser Etappe geht es zur letzten Etappe der Tour. Die 45 km Strecke endet dann in Travemünde- Privall (Landesgrenze nach Mecklenburg- Vorpommern).
Landestypische Besonderheiten
Mehr als 15 Fahrradvermietstationen landesweit bietet Schleswig- Holstein. Direkt am Bahnhof oder in nächster Nähe kann man sich günstig und schnell ein Fahrrad mieten.
Die Urlaubsregion Schleswig- Holstein bietet eine große Anzahl an Angeboten an Betten in Hotels, Gasthöfen und Pension. Jedoch sollte man je nach Ort und Ferienzeit bei längeren Aufenthalt rechtzeitig reservieren. Unterkunftsverzeichnisse sind bei den Fremdenverkehrverbänden erhältlich. Fahhradfreundliche Beherbergungsbetriebe tragen die ADFC- Plakette.
Weniger empfehlenswert sind, besonders während der Urlaubszeit, das Bundesstraßennetz mit seinen begleitenden Radwegen wegen dem hohen Autoaufkommen. Eine hohe Verkehrsbelastung ist besonders auf den Durchgangsstraßen nach Skandinavien und rund um Kiel, Lübeck und Hamburg zu erwarten, wobei ländliche Regionen eher relativ ruhig sind.
Wer den kleinen Hunger während seiner Tour verspürt, dem stehen zahlreiche Geschäfte und Supermärkte, im ausreichenden Abstand, zur Verfügung. Landestypische Besonderheiten wie die Nordseekrabben oder die Kieler Sprotten lässt keinen Radler hungrig weiterfahren.







