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Der Donau-Bodensee-Radweg

Durch Oberschwaben ans Schwäbische Meer

(07.10.2009) Sanfte Hügel, beschauliche Moorseen und traditionsreiche Städte und Städtchen mit charmanten Fachwerkbauten begleiten den Radwanderer auf dem 270 km langen Donau-Bodensee-Radweg zwischen Donau, Bodensee und Iller. Hinweisschilder mit einem stilisierten weißen Radfahrer auf blauem Grund weisen den Weg, der je nach Leistungsvermögen in 4 - 5 Tagesetappen zu bewältigen ist.

Von der Donau ins Moorland

Von Ulm nach Bad Wurzach führt die 65 km lange erste Etappe mit mehreren leichten und mittleren Steigungen. Malerischer Ausgangspunkt ist die Donaustadt Ulm im Südosten Baden-Württembergs mit seinen schmucken, liebevoll renovierten mittelalterlichen Fachwerkhäusern und dem mit 161 m höchsten Kirchturm der Welt. Über gut ausgebaute Radwege geht es entlang der Flüsschen Rot und Rottum südwärts ins oberschwäbische Ochsenhausen. Hier lädt die einstige, 1093 erstmals erwähnte Benediktiner-Reichsabtei in ihren prunkvollen Sälen zu stilvollen Konzerten ein. Herrlich entspannen und neue Kraft tanken für die kommenden Kilometer lässt sich bei einem Zwischenstopp im Moorheilbad von Bad Wurzach im Wurzacher Ried, eine der größten intakten Hochmoorlandschaften Mitteleuropas und Heimat seltener Tier- und Pflanzenarten. In die entbehrungsreiche Welt der Torfstecher führt das Oberschwäbische Torfmuseum.

Zum Schwäbischen Meer

Leichte bis mittlere Steigungen sowie immer wieder rasante Talabfahrten hinter Wangen prägen die 66 km lange Strecke von Bad Wurzach bis zur Bodenseemetropole Friedrichshafen.
Stille Moorlandschaften begleiten den Radwanderer über den Luftkurort Kißlegg nach Wangen im Allgäu. Nach einer gemütlichen Rast auf dem Marktplatz vor der charmanten Barockfassade des Rathauses geht es weiter entlang der Argen nach Südwesten. Beim Städtchen Langenargen ist schließlich den Bodensee erreicht. Einen mußevollen Bummel über die südländisches Flair verströmende Uferpromenade sollte man sich trotz angestrengter Waden nicht entgehen lassen. Nur wenige Kilometer sind es von Langenargen seeaufwärts bis Friedrichshafen. Die zweitgrößte Stadt am Bodensee wartet mit spannenden Museen auf. Die weltgrößte Sammlung zur Geschichte der Zeppelin-Luftschifffahrt präsentiert das Zeppelin-Museum. Wer schon etwas Ermüdungserscheinungen zeigt, kann von hier aus den Zug direkt zurück nach Ulm nehmen.

Über das Burgweiler Ried zurück zur Donau

Nach einem knackigen Anstieg hinter Markdorf und einer flotten Talabfahrt verläuft die Route durchsetzt mit leichteren Anstiegen nach dem 79 km entfernten Riedlingen.
Der Radweg verlässt nun bei Immenstaad das „Schwäbische Meer“ und verläuft nördlich durch das idyllische Obst- und Weinanbaugebiet des Linzgaus ins Pfrunger-Burgweiler-Ried, das zweitgrößte Moorgebiet Südwestdeutschlands. Ein Naturschutzzentrum und ein Lehrpfad informieren kurzweilig über die reiche Fauna und Flora der Region. Über Ostrach und reizvolle Fachwerksörtchen erreicht der Radwanderer bei Riedlingen wieder die Donau.

Über den Donauradweg nach Ulm

Über bequeme, weitgehend ebene Wege geht es donauabwärts 57 km zurück nach Ulm.
Nach einer letzten Rast auf dem historischen Marktplatz von Riedlingen mit den hübschen Bürgerhäusern aus dem 17./18. Jh. führt der Radweg, der sich hier mit dem Donau-Radweg vereinigt, entlang der Donau über das Mittelzentrum Ehingen mit dem stolzen Schloss Mochental wieder zurück zum Ausgangsort Ulm.


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