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Biken durch das Tessin

Beeindruckende Landschaften

Radfahren im Tessin bietet für Interessenten aller Zielgruppen ein breites Spektrum an Möglichkeiten. In der Region finden sowohl Familien mit Kindern als auch eingefleischte Mountainbiker die richtige Tour für einen unvergesslichen Ausflug. Ingesamt ziehen sich Radwege in einer Gesamtlänge von 175 Kilometern durch das Tessin. Hierbei sind jedoch nur die beschilderten Wege mit einbezogen, es gibt zusätzlich noch zahlreiche Pfade und Geheimtipps, die man entweder über eine Karte oder durch den Austausch mit anderen Radlern findet.

Die Radwege im Tessin verlaufen größtenteils auf Naturstraßen, sind also auch für eher ungeübte Fahrer gut zu bewältigen. Auf den Bergen gibt es natürlich auch schmale Steige, die nur etwas für sichere Profis sind. Radwege durch das Tessin, die auch also solche ausgeschrieben sind, glänzen in der Regel durch ihre Gepflegtheit. Auch die Beschilderung lässt keine Wünsche offen. Wer keine zu abenteuerlichen Touren plant, kommt daher auch gut ohne Karte zurecht.

Im Tessin gibt es auch einige Mountainbikestrecken, die sich entweder am Gotthard, der Alpe di Gesero oder einem anderen stattlichen Berg der Region befinden. Auf den Mountainbiketouren kommt man häufig an kleinen Bergkirchen oder Kapellen vorbei. Im Tessin sportlich unterwegs zu sein heißt deshalb nicht automatisch auf Sehenswürdigkeiten und Kultur verzichten zu müssen.

Familienradtour von Locarno über Arcegno und Ascona  

Diese Tour ist auch von Kindern gut zu bewältigen, da lediglich ein Höhenunterschied von 230 Metern bewältigt werden muss. Zudem ist die Tour innerhalb eines Tages zu schaffen, so dass man sich unterwegs nicht um eine Übernachtungsmöglichkeit zu kümmern braucht.
Am Bahnhof von Locarno beginnt die Tour. Man radelt gemütlich hinunter zum See und biegt dann in Richtung Lido ab. Bald darauf passiert man einen Campinplatz. Diesen lässt man rechts hinter sich und passiert einen Damm. Nun geht es an der Maggia entlang weiter. Die erste Brücke über den Fluss lässt man vorbeiziehen, erst die zweite überquert man und wendet sich dann nach rechts. Nach etwa 100 Metern biegt man erneut rechts ab.
Ist man etwa 11 Kilometer gefahren, erreicht man einen kleinen Fußballplatz. Dort biegt man links ab. Auf der Hauptstraße von Golino biegt man sofort links ab und folgt der Straße nach Arcegno. Dort angekommen geht die Tour weiter in Richtung Ronco. Ein Waldweg führt von hier aus direkt nach Ascona. Vom See in Ascona führt ein ausgeschilderter Radweg zurück nach Locarno.
Länge der Tour: 27 Kilometer
Anforderungsprofil: leicht

Laguner See Rundfahrt

Während einer kleinen Tour um den Laguner See kann man die vielen kleinen Dörfer besichtigen, die um das Gewässer herum entstanden sind. Die Strecke eignet sich daher besonders für solche Radler, die großes Interesse an der schweizerisch-italienischen Kultur in diesem Gebiet haben und sich auch Zeit nehmen möchte, für einen kleinen Imbiss in einem der Dörfer zu verweilen. Ausgangspunkt der Reise ist Ponte Tresa. Man kann aber nach Belieben auch in jedem anderen Ort losfahren. Direkt am See entlang geht es in Richtung Süden bis nach Riva San Vitale. Wer möchte, kann hier einen kleinen Stopp einlegen und eine wunderschöne Kirche besichtigen, die bereits um das Jahr 500 erbaut wurde.
Über Bissone und Melide geht es weiter nach Figino und Agno. Von hier aus hat man dann auch bald wieder seinen Ausgangspunkt in Ponte Tresa erreicht. Zur Einkehr bietet sich unterwegs Melide an. Auch hier kann man uralte Kirchen besichtigen oder einfach von einem Café aus auf den See blicken. Wer ungestört radeln möchte, sollte möglichst früh losfahren, da die Route bei vielen Touristen bekannt und beliebt ist.
Länge der Tour: 50 Kilometer
Anforderungsprofil: leicht mit mittelschwer

Mountainbikestrecke zur Alpe di Gesero

Diese Route ist nur etwas für wahre Könner. Wer keine langjährige Mountainbikeerfahrung hat, sollte lieber die Finger von dieser Tour lassen. Aber auch Profis sollten für den Ausflug fit sein und auf die Wetterverhältnisse achten. Bei Regen oder Nebel sollte man die geplante Tour lieber um ein paar Tage verschieben. Das Risiko am Berg abzustürzen ist bei schlechten Wetterverhältnissen einfach zu groß.
Der Start der Tour liegt in Bellinzona. Vom Militärgelände aus geht es hinauf in Richtung Alpe di Gesero. Man fährt immer an der rechten Seite des Flusses entlang bis nach Roverdo. Von dort aus folgt man der Straße bis hinauf nach Monte Laura. Anschließend passiert man einen Tunnel. Auf der Alpe di Cadinello angekommen, kann man erst einmal verschnaufen und die atemberaubende Aussicht genießen. Von der Alpe di Gisero geht es hinunter bis zur Alpe della Costa. Biegt man nun links ab, hat man die bevorstehende Downhill-Strecke im Blick. Hier beginnt der schwerste Teil der Tour. Unten in Motto d'Arbin kann man erneut rasten, bevor es weiter nach Motto della Croce geht. Die Aussicht ist zwar wunderschön, doch der Weg enthält einige Passagen, die im Zweifelsfall lieber zu Fuß passiert werden sollten. Auf weiteren holprigen Wegen und Pfaden geht es zurück nach Bellinzona.
Länge der Tour: 43 Kilometer
Anforderungsprofil: schwer


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