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Warme Dusche im Zirbelgarten

Das abgelegene Wander- und Skitourengebiet um das Hohenzollernhaus bietet Schmankerln, die es anderswo kaum noch gibt

(20.08.2010 / Dr. Tobias Bach) Ausgangspunkt für unser Kleinod in den Nauderer Bergen ist Pfunds an der Reschenpassstraße, über Landeck sowohl mit den öffentlichen als auch mit dem PKW gut erreichbar. Von Pfunds wandert man durch das Wandern rund um das HohenzollerhausRadurscheltal zur Hütte. Dafür kann man gleich mal einen Tag einplanen, es ist ein langer Zustieg. Die Variante für Warmduscher: mit dem Taxi zur Radurschelalm, den Rucksack in die Materialseilbahn werfen und in 45 Minuten auf einem wunderschönem Weg zur Hütte. Apropos Warmduscher: Direkt bei der Hütte gibt es ein unterirdisches (geräuschlos und unsichtbar!) Kleinkraftwerk der Tiroler Wasserkraft. Die überschüssige Energie geht an die Hütte, z.B. in die schön warme Outdoordusche. Keine vier Minuten, keine zwei Euro, kein Stress. Nach all dem Luxus ist aber immer noch Energie übrig: Was damit passiert, verrät Wirt Leo: „Damit heize ich den Bach“. Da hätte man auch gleich drauf kommen können…

Vor dem Duschen soll man Schwitzen
Im Einzugsbereich der Hütte (gelegen auf 2.120m Seehöhe) gibt es Wander- und Hochtourenziele, mit denen sich ohne weiteres eine abwechslungsreiche Tourenwoche füllen lässt.Das Hohenzollernhaus An Höhenmetern sind zu den Gipfeln 700 – 1.200 zu bewältigen, da ist für jeden etwas dabei.

Prominente Wanderungen sind die Nauderer Hennessiegelspitze (3.045m) oder der Wildnörderer (2.913m). Achtung: in dieser Höhe ist auch im Hochsommer noch mit Schneefeldern zu rechnen. Viel Wasser im Urgestein (Granit) und eine reiche Fauna (gigantische Alpenrosenmatten) runden den Genuss ab. Mit dem Glockturm (3.353m) als herausfordernder kombinierter Tour werden auch ambitionierte Bergsteiger angesprochen: Erst Wandern, dann angeseilt über den Riffljochgletscher (der im Hochsommer oft aper ist, also bitte die Steigeisen nicht vergessen!) und schließlich in leichter Kletterei (II) auf den exponierten Gipfel, der ganz nebenbei auch einer der besten Aussichtsberge der Ostalpen ist.

Einsame Skitouren

Trifft man im Sommer schon kaum Wanderer, ist es im Winter richtig einsam: Es locken zahllose Skitourenziele. Der Winterraum des Hohenzollernhaus ist bestens ausgestattet, der Zustieg durchs Radurschltal allerdings ebenso lang wie im Sommer und dazu häufig lawinengefährlich. Oft wird das Hohenzollernhaus daher im Winter von oben, z.B. aus dem südtiroler Langtauferertal, angegangen.

Schmuckstück Zirbelgarten
O.k. Wir hatten eine schöne Tour, wir haben draußen warm geduscht. Erst mit einem Weizenbier im Zirbelgarten und der außergewöhnlich aromatischen Tiroler Hausmannskost, serviert von Familie Spiss, wird der Tag richtig rund. Spätestens jetzt denkt man als Outdoor.de Schreiber: „Oh Mann, über diesen Magic Place muss ich unbedingt einen Artikel schreiben…“

Bildnachweis: Tourismusverband Tiroler Oberland (Vielen Dank!)

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