4-Tages Tour durch die nördliche Ketter der Appenzeller Alpen
(16.07.2010 / Dr. Tobias Bach) Das Appenzell ist ein Märklin-Spielzeug-Szenario mit bunten Holzhäuschen im Maßstab 1:1, wo schon 1993 (!) das Frauenwahlrecht eingeführt wurde. Landschaftsbestimmend ist der Säntisgipfel, eingebettet in eine kleine, feine und wegetechnisch gut erschlossene Hochgebirgslandschaft mit vielen schönen Seen und guten Hütten. Aufgrund der relativ niedrigen Tallagen und der guten Erreichbarkeit auch mit öffentlichen Verkehrsmitteln (wir sind in der Schweiz) bietet sich das Appenzell für eine Durchquerung im Frühsommer geradezu an.
Outdoor.de stellt eine schöne Runde für Einsteiger vor, die sowohl konditionell als auch in Sachen Trittsicherheit als leicht gelten darf. Dabei sollte man die Badesachen nicht vergessen, das Auto hingegen schon. Start und Ziel sind mit „den Öffentlichen“ sehr gut erreichbar - da fängt die Erholung deutlich früher an!
Erster Tag:
Start in Weissbad (Bahnhof), 824m. Von dort mit dem Bus nach Brülisau, Aufstieg zum Berghaus Hoher Kasten 1791m. Wer mag, kann auch mit der Seilbahn hinauf fahren.
Zweiter Tag: Über den geologischen Wanderweg zur Saxer Lücke und zum Berggasthaus Bollenwees, ca. 1500m. Nachmittags ist noch ein Ausflug zum Mutschengipfel, 2121m, drin.
Dritter Tag: Über den Widderalpsattel zum Berggasthaus Rotsteinpass (2120m), anschließend bei guten Verhältnissen auf den Säntis (2503m). Achtung: Zum Säntisgipfel führt ein drahtseilversicherter Steig. Kletterkünste braucht es nicht, aber Schwindelfreiheit. Wer unsicher ist, sollte eine Klettersteigausrüstung mitführen und wissen wie man diese benutzt.
Vierter Tag: Abstieg über Meglisalp und Seealpsee nach Wasserauen (Zuganbindung).
Fahrpläne unter www.bahn.de und www.sbb.ch. Outdoor.de wünscht viel Vergnügen!