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Reservation auf Hütten

Rechtzeitige An- und Abmeldung

(02.08.2010 / Dr. Tobias Bach) Als Bergführer möchte ich eine Hütte reservieren für meine Gruppe, die Wirtin verlangt eine Anzahlung. Das ist neu,  klingt nach Arbeit und weniger Flexibilität für mich –ich stutze. Doch ich kann die Wirtin leider verstehen. Niemand muss heute mehr unangemeldet auf einer bewirtschafteten Hütte in den Alpen erscheinen, denn die sind mittlerweile alle telefonisch erreichbar und auch das Handy ist recht weit verbreitet.

Zu einer guten Reiseplanung zählt nicht nur die rechtzeitige Reservierung von Schlafplätzen auf Hütten, sondern auch die Abmeldung beim Hüttenwirt, falls die geplante Einkehr nicht stattfinden kann.
Geht es um Hütten alpiner Vereine, ist das Alpenvereinsmitglied privilegiert, was jedoch nicht zu Arroganz führen sollte: Ihm ist ein Schlafplatz garantiert. Theoretisch müsste also in einer überfüllten Hütte ein Nichtmitglied das Lager räumen, wenn abends noch ein Mitglied kommt. Doch wer will das schon?

Nicht nur anmelden, sondern auch Abmelden!

Unangemeldete Einzelgeher sind noch das kleinere Problem. Ernst wird es, wenn eine 8-köpfige Gruppe, die angemeldet ist (alles andere wäre ohnehin Schlaf-Harakiri) nicht kommt, weil der Abstieg durch die Saugasse doch noch zeitlich drin war. Der Hüttenwirt hat eingekauft und anderen Gruppen abgesagt und jetzt steht er da. Ein paar solcher Erfahrungen, und er verlangt eben eine Anzahlung, was für alle Beteiligten (für ihn auch, er hat mehr Verwaltungsaufwand) unschön ist.

Deshalb, ob Ost-, West-, Nord- oder Südalpen: Rufts halt aaan!

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