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Herbstliche Wanderung im Appenzellerland

Wenn sonst nichts mehr geht: Im Herzen des Alpsteins brennt noch Licht!

(18.10.2010 / Dr. Tobias Bach / Outdoor Aktivitäten) Eigentlich ist der Wanderer in der gleichen Situation wie der Skifahrer: Er kann sein Hobby in den Alpen das ganze Jahr betreiben – nur nicht so flächendeckend wie in der jeweiligen Hauptsaison! Die meisten bewirtschafteten Hütten und Berghotels machen spätestens Mitte Oktober zu. Einen Geheimtipp im Appenzellerland, wo man noch ein paar Wochen mehr zu herbstlichen Wanderungen aufbrechen kann, verrät Outdoor.de.
 Typsich Herbst: Der Sämtisersee in der Sonne, der tiefergelegte Bodensee (hinten links, können sie glauben) im Dunst. Foto: Tobias Bach

Der alpine Teil des schweizer Doppel-Kantons Appenzell nennt sich Alpstein. Alles Käse? Mitnichten! Ein kleines, feines Kalkgebirge, bestehend aus vier Höhenzügen zwischen Säntis (2501m) und Altmann (2368m), viele Seen, viele schöne Almböden. Dazwischen gut ausgebaute Wege, die auch mit einem Hauch Oktoberschnee noch gut gangbar sind -und eben zwei traumhaft gelegene Gasthöfe, bei denen es noch warm ist.


Die Drei Seen Tour


Ob mit den öffentlichen oder dem Auto, wir starten unsere Wanderung im Appenzellerland nördlich des Höhenzuges in Weissbad. Von dort geht es mit dem Bus nach Brülisau. Auf steilem Fahrweg steigen wir durch den Brueltobel, vorbei am Gasthof Plattenbödeli (guter Appenzeller Bergkäse!) zum Sämtisersee. Jetzt geht es flach durch den malerischen Almboden der Sämtis und am Ende noch mal steil hinauf durch den Stiefelwald zum Gasthof Bollenwees. Hier könnten auch die Hobbits wohnen: Umrahmt von steilen Bergen gelegen am Nordostufer des Fälensees, der wie ein Fjord da liegt, kann man hier, hoffentlich auf der Sonnenterasse, erst mal ein Käffchen trinken.

Für dieses Foto vom Fälensee musste der Autor sehr früh aufstehen. Logiert man in Bollenwees, kann man dieses Panorama auch aus dem Fenster genießen. Foto: Tobias BachDer Berggasthof Bollenwees (www.bollenwees.ch) hat bis Ende Oktober geöffnet. Von hier gibt es diverse Möglichkeiten, weiter zur Meglisalp zu wandern: Die einfachste (und kürzeste) führt über den Widderalpsattel (1856m). Die Meglisalp sieht aus wie ein kleines Dorf mit Kirche, Almgebäuden und –unverkennbar mit der schweizer Fahne- dem Gasthof. Hier lässt es sich sehr gut leben. Geboten wird alles vom Massenlager bis zum gediegenen Nostalgiezimmer – aber für alle ausgesucht gutes Essen. Zum Glück führt unsere herbstliche Wanderung im Appenzellerland von hier nur noch bergab: über den Seealpsee, der zur Abwechslung mal so breit wie lang ist, nach Wasserauen. Von wo uns das gelbe Postauto wieder nach Weissbad bringt. Hier schließt sich der Kreis. Jetzt kann der Winter kommen.

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