Saisonbeginn in den Skigebieten
Wann geht es endlich los auf den Skipisten?
(10.11.2010 / Dr. Tobias Bach / Outdoor) Wie halten es die Skigebiete mit dem Saisonbeginn? Was, wenn man es jetzt schon nicht mehr aushält? Outdoor.de berät Suchtkranke mit breiten Latten.Gletscherski - die Ostalpenklassiker
Im November garantiert geöffnet: Die Skigebiete, die immer auf haben! Weil sie auf dem Gletscher sind. Was jedoch nicht heißt, das man auf dem vergammelten alten Gletscherschnee gleitet. Am Alpenhauptkamm hat es im Oktober und Anfang November schon viel geschneit. Am Stubaier Gletscher beispielsweise sind bereits 48 Pistenkilometer geöffnet (Stand 30.10.). Auch auf den Skipisten des Hintertuxer Gletschers kann man bereits bis zur Sommerbergalm auf 2100m abfahren. Auch am Zugspitzplatt wird seit 31.10 gewedelt. Es ist zwar recht teuer, dort hoch zu kommen, aber: Das Skigebiet ist besser, als der Name „Platt“ verheißt.
Und im Westen?
Eine kleine Auswahl: Das Skigebiet am Vorabgletscher oberhalb Laax ist seit dem 30.10. geöffnet, allerdings recht überschaubar. In Saas Fee gibt es im Bereich der Metro Alpin Ganzjahreski, in Pontresina sind einige Skipisten des Diavolezza-Gebiets geöffnet.
„Normaler“ Saisonbeginn
Spitzenreiter Obergurgl gibt am 18.11. die Skipisten frei, laut Eigenwerbung das „schneesicherste Skigebiet der Alpen“. Immer diese Superlative! Wenn die Schneeausbeute bis dahin mager ist, kann man ja auch in die Zillertalarena auf den Gletscher ausweichen. Ab 27.11. machen die meisten höher gelegenen Skigebiete auf, z.B. in Ischgl, am Arlberg, in Pontresina, in Zermatt. Einige öffnen die Skipisten auch erst eine Woche später. Ab dem 2. Advent geht’s überall – in den großen Gebieten mit den großen Kanonen.
Das gute Gewissen zum Schluss
Bitte Bedenken: Skifahren hat eine erschreckende Co2-Bilanz und muss vielleicht auch nicht unbedingt im Spätsommer sein. Gletscher sind in der Regel flach, Schneekanonen sind lärmende Energiefresser, die den Wasserhaushalt ganzer Regionen aus dem Lot bringen. Und das Schlimmste: Kunstschnee ist widerlich stumpf unter dem Ski!
Also: Gemütlich mit der Bahn anreisen. Skigebiete bevorzugen, die auf Kunstschnee verzichten (viele davon sind in Graubünden und dank des schweizer öffentlichen Verkehrs auch gut ohne Auto erreichbar). Wenn es ausreichend geschneit, hat die kleinen Skigebiete in mittleren Lagen nicht vergessen. Die kämpfen oft ums Überleben. Und der Marillenschnaps schmeckt da oft noch besser.
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