Rietzer Grieskkogel - 2.884 m
Charakter: Eine der beliebtesten Schitouren im gesamten Sellraintal. Sonniger Aufstieg durch die meist südseitige Lage auf einen Gipfel mit bestem Ausblick ins Inntal, die Mieminger Kette, das Wettersteingebirge und auf die Kühtaier Bergwelt.
Ausgangspunkt: Kühtaier Landesstraße (zwischen den beiden Galerien) oberhalb der Zirmbachalm
Höhenunterschied: 1.024 m
Gehzeit: 2,5 - 3 Std.
Anforderung: leicht
Gipfelanstieg: wenig schwierig
Tourbeschreibung: Vom Parkplatz am Straßenrand steigt man hinauf in das nach Westen gerichtete Tal des Klammbaches. In gemächlicher Steilheit dem Tal folgend, vorbei an der Wasserfassung der TIWAG, dann allmählich in einem weiten Rechtsbogen noch weit unterhalb des Kreuzjoches im ansteigenden Gelände zu den flachen Zirmbacher Narrenböden. Diese fast ebenen Almböden führen in einen kurzen Steilhang. Über eine breite Rampe unterhalb des Gipfels Richtung Westen in den Südhang; in wenigen Spitzkehren zum Westgrat und Schidepot. Der Gipfelaufstieg erfolgt ohne Schi über den „abfallenden“ Westgrat zum Gipfelkreuz.
Abfahrt: wie Aufstieg, bei guter Schneelage und sicheren Verhältnissen kann man auch direkt von den Narrenböden über die steilen Südhänge ins Tal abfahren.
Weitere Tourenvarianten:
Kreuzjoch 2.556 m
Mitterzeigerkogel 2.629 m
Pirchkogel - 2.828 m
Charakter: Der Pirchkogel ist das Paradeziel für Tourengeher (vor allem Anfänger) im Kühtai - speziell für jene, die es lieber gemütlich und nicht zu extrem lieben, kann mit dem Hochalterlift ca. die Hälfte des Anstiegs abgekürzt werden.
Ausgangspunkt: Kühtai
Höhenunterschied: 808 m
Gehzeit: 2,5 Std.
Anforderung: leicht
Tourbeschreibung: Ausgangspunkt ist in Kühtai (2.017m) der Liftparkplatz des Hochalterkarliftes. Der Aufstieg führt zunächst der Schipiste folgend zur Bergstation des Schleppliftes „Schwarzmoos“ unterhalb vom Pirchkogel. Wer`s bequemer haben möchte, fährt mit dem Hochalter-Sessellift zur Bergstation und quert dann Richtung Westen ebenfalls zum Schlepplift, bzw. zur limnologischen Forschungsstation der Uni Innsbruck und beginnt dort mit dem Aufstieg. Über den steileren Osthang oberhalb des Schigebietes steigt man zum Gipfel auf. Der Aufstieg ist gut zu erkennen und bietet keinerlei Orientierungsprobleme. Während der Ausblick nach Süden beim Aufstieg zusehends beeindruckender wird, überrascht mit Erreichen des Gipfels der Tiefblick auf das Mieminger Plateau, das Wettersteingebirge und ins Inntal.
Abfahrt: Die Abfahrt führt entlang der Aufstiegsroute zurück nach Kühtai.
Weitere Tourenvarianten:
Vorderer Grießkogel 2.666 m
Grießkogelscharte 2.586 m
Sulzkogel - 3.016 m
Charakter: Schöne Schitour ins Finstertal; führt auf den höchsten Schigipfel im Tourengebiet Kühtai; einziger Wermutstropfen: die flache Spur und das Auf und Ab entlang des Finstertalstausees.
Ausgangspunkt: Kühtai
Höhenunterschied: 1.000 m
Gehzeit: 3 - 3,5 Std.
Anforderung: wenig schwierig
Tourbeschreibung: Von der Absperrschranke an der Straße (Rodelbahn zum Kaiser Ferdinandhaus) zum Finstertal Speicher. Teils der Rodelbahn folgend, teils abkürzend zum linken Ansatz auf die Krone der Staumauer. In leider nervendem Auf und Ab zum südlichsten Ende des Speichers. Ab hier beginnt das reizvolle Tourengelände. Nun auf eine kleine Steilstufe zu, die meist links umgangen wird, hinauf auf den nur mehr aus Schneefeldern bestehenden „Gamezkoglferner“. In leichtem Anstieg über den „Gletscher“ zum steilen Südosthang, der zu einem Sattel zwischen Gamezund Sulzkogel führt. In sehr leichter Blockkletterei über den meist aperen Grat zum Gipfel.
Abfahrt: entlang der Aufstiegsspur
Weitere Tourenvarianten:
Finstertaler Schartenkopf 2.856 m
Pockkogel 2.807 m
Fotscher Windegg - 2.577 m
Charakter: Leichte, jedoch lange Schitour auf einen grandiosen Aussichtsberg. Im unteren Teil recht langweilige Forstwege, im oberen Teil genussvolle Abfahrtshänge
Ausgangspunkt: Parkplatz an der „Eisbrücke“ im Fotschertal
Höhenunterschied: 1.490 m
Gehzeit: 4 - 4,5 Std.
Anforderung: leicht, jedoch Ausdauer erforderlich.
Tourbeschreibung: Vom Parkplatz an der Eisbrücke/Fotschertal entlang dem Weg (Rodelbahn) bis zur Brücke kurz vor dem Gasthof Bergheim, dann rechter Hand weiter dem Forstweg folgend auf die Almindalm. Wieder rechts auf dem Forstweg bis man links in die Mulden der Axamer Kälberalm aufsteigt. Über Kuppen, Mulden und sanfte Almböden durch die Seigesgrube auf den langen Grat, der meist aper zum Gipfelaufbau führt. Bei guten Verhältnissen ist der Aufstieg mit Schiern bis zum Gipfelkreuz möglich.
Abfahrt: wie Aufstieg; Ortskundige fahren meist in lichte Waldschneisen südlich der Seigesalm ab, kommen dort auf den Forstweg (zur Seigesalm) und dann weiter über diesen zum Ausgangspunkt. Diese Variante eignet sich auch für den Aufstieg.
Weitere Tourenvarianten im Fotschertal:
Potsdamer Hütte 2.012 m
Roter Kogel 2.834 m
Wildkopf 2.720 m
Schafleger 2.405 m
Rangger Köpfl - 1.900 m
Charakter: „Skitour light“ - Sehr leichte, schöne und vor allem sonnige Schitour für Anfänger und Genießer; beeindruckender Aussichtsberg mit Blick ins Inntal und die Landeshauptstadt Innsbruck; absolut lawinensicher, kann bei jedem Wetter in Angriff genommen werden.
Ausgangspunkt: Liftparkplatz in Oberperfuß
Höhenunterschied: 1.020 m
Gehzeit: 2 - 3 Std.
Anforderung: leicht
Tourbeschreibung: Vom Liftparkplatz in Oberperfuß (für Skitourengänger gebührenpflichtig) abseits am linken Pistenrand durch eine Waldschneise zum Egghof und weiter zur Bergstation Stiglreith. Anschließend teilweise der Rodelbahn folgend durch den Wald (abseits der Skipiste) nur mäßig ansteigend zum Speichersee. Im Anschluß überquert man mehrmals die Rodelbahn und folgt dieser dann am Rand bis zur letzten Kurve unterhalb der Rosskogelhütte. Nun beginnt wohl der schönste Teil des Aufstiegs, über Bergmähder und Almböden, vorbei an den Berghütten zum Gipfelkreuz des Rangger Köpfl.
Anmerkung: die Tour kann auch am Abend noch gut gemacht werden.
Abfahrt: entlang der Piste zum Parkplatz.
Weitere Tourenvarianten:
allerdings anspruchsvoller und auf gute Verhältnisse achten:
Windegg 2.250 m
Roßkogel 2.640 m
Rotgruben Spitze - 3.040 m
Charakter: Markanter Gipfel im Gleirschtal. Ein Aussichtsberg erster Sahne. Im Frühjahr höchst genussvolle Firnabfahrt ins Gleirschtal.
Ausgangspunkt: Haggen
Höhenunterschied: 1.395 m
Gehzeit: 4 -4,5 Std.
Anforderung: ziemlich schwierig
Tourbeschreibung: Bis auf den Kraspesferner gleicher Anstieg wie Zwieselbacher Rosskogel (siehe Tourbeschreibung). Am Gletscher die Spur Richtung Zwieselbacher Rosskogel verlassen und Richtung Osten auf eine Einsattelung zur Rotgrube aufsteigen. Durch wenige Mulden und Kuppen nur unweit zum Schidepot. In leichter Kletterei (II+) über den felsigen Südhang zum Gipfel.
Abfahrt: wie Aufstieg, jedoch bei sicheren Verhältnissen (Pulver oder Firn) über den Südosthang ins Gleirschtal. Dem Talboden folgend (meist entlang der Spur des Hüttenwirts von der Pforzheimer Hütte), vorbei an der Gleirsch Alm bis nach St. Sigmund. Meist per Autostopp zurück nach Haggen zum Ausgangspunkt.
Zwieselbacher Rosskogel - 3.081 m
Charakter: Eine der beliebtesten Schitouren im Sellraintal. Wird den ganzen Winter über begangen, obwohl der Anstieg meist sehr kalt; die ersten Sonnenstrahlen erreicht man meist erst am Kraspesferner. Am Schönsten als Frühjahrstour.
Ausgangspunkt: Haggen
Höhenunterschied: 1.430 m
Gehzeit: 4 – 4,5 Std.
Anforderung: wenig schwierig
Tourbeschreibung: Vom Weiler Haggen leicht ansteigend ins Kraspestal zur „ersten Zwinge“, einer Steilstufe und schluchtartigen Verengung. Vorbei am „Hüttl am Stoa“ dem Tal folgend bergwärts zur „oberen Zwinge“, die nächste Herausforderung für den Schitourengeher. Nun über Kuppen und Mulden zum Kraspesferner, der durch die fortschreitende Ausaperung im unteren Bereich an Steilheit spürbar zunimmt. In einigen Spitzkehren auf den „Gletscher“ und in einem weiten Rechtsbogen, vorbei an einem Felssporn, den Gipfel bereits im Visier, zum Schidepot. In wenigen Minuten steht man am Gipfel. Bei guten Verhältnissen kann man auch mit den Schiern bis zum Gipfelkreuz steigen und von dort abfahren.
Abfahrt: wie Aufstieg, wer gute Kondition und Trittsicherheit hat, kann die Rotgruben Spitze noch gut mitmachen (siehe Beschreibung).
Weitere Tourenvarianten im Kraspestal:
Weitkarspitze 2.947m
Kraspesspitze 2.954m
Steintalspitzen 2.741m
Rotgruben Spitze (siehe Beschreibung) 3.040m
Weiter Routen finden Sie in Teil 1 der Serie "Das Sellraintal – ein Eldorado für Skitourengeher"







