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Outdoor Urlaub in der Niesenkette

Skiperle im Berner Oberland

(26.01.2011 / Dr. Tobias Bach / Outdoor) Über 40 Skitouren in einem kleinen Seitental, dazu zwei Familienskigebiete und Berner Gastfreundschaft – im Diemtigtal kommen Outdoor Urlauber auf ihre Kosten. Die Region südlich von Spiez und Thuner See ist vom Westen Deutschlands flott erreichbar. Wenn die Deutsche Bahn sich an den Winter gewöhnt hat, auch wieder mit den öffentlichen Verkehrsmitteln. Doch jeder Ärger ist schnell verraucht, wenn man aus dem Postautofenster die nicht enden wollenden, weißen Hänge der Skiberge sieht, die zusammen die Niesenkette bilden. Lange Schatten abends auf dem Wiriehorn im Berner Oberland.   Foto: Dr. Tobias Bach.

Nach jeder Kurve der Straße an der Fildrich (ein seitlicher Zufluss der Simme) zeigen sich neue Möglichkeiten für Outdoor-Urlauber. Auch wenn diese Touren in zahllosen Skitourenführern stehen, schlägt das Entdeckerherz höher und man beginnt von Erstbefahrungen zu träumen. Doch ein paar weiße Hänge machen noch kein Gesamtkunstwerk, das Diemtigtal kann viel mehr.


Touren für jede Lawinenlage

Bleiben wir noch bei den Skitouren. Es ist nicht nur die hohe Zahl, sondern die Spannweite von ganz flach bis ganz steil. Das erfreut nicht nur den Anfänger oder die Freundin des Anfängers, sondern auch den erfahrenen Skibergsteiger, weil er beim Buchen schon weiß, das er auch bei angespannter Lawinensituation immer machbare Touren vorfindet. Selbst bei Gefahrenstufe 4, wo man in vielen Regionen froh sein kann wenn einem nicht das Dach auf den Kopf fällt, gibt es hier noch Möglichkeiten (z.B. in der Region um den Abendberg). Aber auch schwere Skitouren (Schweizer Skala S) sind ausreichend im Angebot. Wenn der Schnee bis ins Tal hinunter reicht, was im Hochwinter häufig der Fall ist, sind für Outdoor-Urlauber auch zahlreiche richtig lange Touren (bis 1700 Höhenmeter) dabei, was wiederum eine besondere Zielgruppe anspricht: Die der hageren „aufstiegsorientierten“ Skitourengeher.


Wierihornbahn & Co


 Vom Turnen, dem Nachbarn des Abendberges, hat man einen guten Überblick auf die Niesenkette.   Foto: Dr. Tobias Bach.Im Tal gibt es zwei Skigebiete: Die Wiriehornbahnen (990-1870m) erschließen mit 6 Liften das Gebiet unter dem Homad. Im Talschluss auf der Grimmialp gibt es noch ein etwas kleineres Skigebiet, das allerdings mit einer höheren Ausgangshöhe (1240 -1850m) aufwartet – und damit weniger des lästigen Kunstschnees. Es werden auch Rodelbahnen geboten und beide Gebiete sind Ausgangspunkte für Skitouren mit deutlich verkürzten Aufstiegen. Beispielsweise kann man auf dem Wierihorn in 2304 Meter Höhe den Sonnenuntergang genießen, nachdem man einen schönen Skitag mit den lieben Kleinen verlebt hat. Der Aufstieg dauert vom Homad noch ca. 2 Stunden.




Das Beste zum Schluss

Familienfreundlich – welches Skigebiet schreibt sich das nicht gern auf die Fahnen. Doch was heißt das? Am Wiriehorn gibt es eine Familienkarte, wo nur ein Erwachsener zahlt, weil der andere gerade bei den Kleinkindern ist. Übertragbarkeit von Karten, das geht nur in wenigen Skigebieten. Und das ist wirklich familienfreundlich.

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