Fünf Trendsportarten im Risikocheck
Verletzungsfrei durch den Sommer
(11.08.2010 / Jennifer Jabilonski) Die Sportmediziner des Ortenau Klinikums haben fünf Sommersportarten einem Risikocheck unterzogen. Anlass für das Ranking sei die erhöhte Verletzungsgefahr bei Trendsportarten, da zahlreiche Sportler nicht über die nötige Erfahrung und Ausrüstung verfügen würden. Outdoor.de stellt Euch die Empfehlungen der Mediziner vor.1. Kitesurfing
Kitesurfer lassen sich von einem Lenkdrachen über das Wasser ziehen und vollführen spektakuläre Sprünge. Jedoch birgt diese Trendsportart laut Sportmediziner Dr. Christian Hensler das größte Gefahrenpotential. Aufgrund der hohen Gefahr von Trümmerbrüchen im Knie- und Beinbereich, Rippenbrüchen sowie Schädelfrakturen, sollten Kitesurfing nicht ohne die richtige Ausrüstung und einen intensiven Vorbereitungskurs praktiziert werden.
2. Wakeboarding
Den zweiten Platz der risikoreichsten Sportarten, erhält Wakeboarding, eine Mischung aus Wasserski und Wellenreiten. Um das Risiko von Prellungen, Muskelzerrungen oder sogar Knochenbrüchen zu senken, sollten sich Sportler unbedingt Wasserski- oder Surf-Erfahrungen besitzen.
3. Nordic Blading
Beim Nordic Blading sind die Sportler mit Inline-Skates und Stöcken unterwegs. Da die Trendsportart im Vergleich zu Nordic Walking jedoch deutlich schneller ist, sollten Sportler nach Einschätzung des Sportmediziners, über eine gute Grundfitness und ausgeprägte koordinative Fähigkeiten verfügen.
"Handschuhe, Gelenkschoner und Helm sind wichtig, sonst ziehen sich Stürzende Verletzungen wie Schürfwunden, Prellungen oder Knochenbrüche zu.", so Dr. Hensler. Zudem sei es empfehlenswert Stöcke aus Kohlefaser zu nutzen, da diese die Bewegungen auf dem Asphalt gelenkschonender abdämpfen.
4. Windsurfen
Zwar ist Windsurfen keine brandneue Trendsportart, jedoch ist es laut Risikocheck im Vergleich zu Wakeboarding oder Kitesurfing auch für ältere Sportler schnell und ohne große Verletzungsgefahr erlernbar. Voraussetzung seien ein ausgeprägter Gleichgewichtssinn und Dehn- bzw. Aufwärmübungen, bevor es raus aufs Wasser geht.
5. Beach-Volleyball
Speziell im Sommer erfreut sich Beach-Volleyball großer Beliebtheit. "Das Verletzungsrisiko ist gering, und als Mannschaftssportart steht das gemeinsame Erlebnis im Vordergrund.", so Dr. Hensler. Der Mediziner empfiehlt, bei Sonne unbedingt eine Kopfbedeckung zu tragen und ausreichend zu trinken, um das Risiko eines Hitzeschlags zu reduzieren. Sportler, die die Symptome Schwindel, Übelkeit und Kopfschmerzen aufweisen, sollten so schnell wie möglich einen schattigen Platz aufsuchen und den Körper mit Eis oder kalten Bädern abkühlen.
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